Sonderburg – Sønderborg

Die Stadt Sonderburg liegt zum größten Teil auf der Insel Als. Die Insel Als schmiegt sich an Süd-Jütland und wird umspült vom Als Fjord, Alssund, der Flensburger Förde und dem Kleinen Belt. Sie ist die siebtgrößte Insel Dänemarks – 321 Km2 mit ca. 60.000 Einwohnern – fast die Hälfte wohnt in Sonderburg. Als hat eines der mildesten Klimas in Dänemark, hier gibt es exotische Gewächse, die nirgendwo anders in Dänemark aufgrund des Klimas wachsen.
Die Insel ist durch zwei Brücken mit dem Festland verbunden, eine Klappbrücke mitten in der Stadt (Christians X’s Bro) und für die Schnellstraße gibt es noch eine hohe Brücke, mit einer Durchfahrtshöhe von 33 m (wichtig für die großen Schiffe). Sonderburg liegt im südlichen Teil von Als.

Klappbrücke/ Christians X’s Bro


GESCHICHTE DER STADT
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Nach der Entstehung einer Burg (11. – 12. Jahrhundert) auf einer kleinen Insel am südlichen Ausgang vom Alssund siedelten sich hier viele Menschen an.
Die Burg diente als Schutz vor den Plünderungen der Wenden. Durch Erweitung und Umbau ist das heutige Schloss Sonderburg entstanden. Bekannt wurde es durch den berühmten Gefangenen König Christian, 17 Jahre hat er im Schoss verbracht. Heute ist das Schloss ein Museum.
Im Krieg 1864 wurde Sonderburg, in Verbindung mit den Kämpfen bei Dybbøl und die spätere Invasion der Preußen auf Als, teilweise zerstört. Dybbøl und die Schanzen sind heute ein Teil von Sonderburg.


STADTBILD UND MEHR
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Fährt man über die Christian X´s Brücke nach Sonderburg, sieht man zuerst die imposante St. Marienkirche, die bilderbuchmäßig Hafenmeile (Foto) und das Schloss.
Sonderburg ist mit seinen 30.000 Einwohnern ein charmantes Gemisch aus alten und neuen Gebäuden. Mitten im Zentrum befindet sich das Rathaus mit einem großen Rathausplatz. Mitten auf dem Platz ist ein Brunnen mit einer großen weiblichen Figur. Leider weiß ich dazu nicht mehr. Werde mich schlau machen. Von hier erstreckt sich eine lange Fußgängerzone. Es gibt es Vielzahl von kleinen Geschäften, ob Blumen, Textilien, Technik oder Lebensmittel, für jeden ist etwas dabei. Den Abschluss der Fußgängerzone bildet der große Supermarkt „Fotex“.

Vom Rathausmarkt Richtung Hafen schlängelt sich eine Straße mit vielen Cafés und Restaurants. Hier fällt es wirklich schwer sich für ein Lokal zu entscheiden. Empfehlen kann ich hier das „Penny Lane“, ein uriges Bistro, wo es kleine Gerichte und oft auch lebendige Musik (Live Musik) gibt. Besonders bei schönem Wetter hat diese Straße ein besonders Flair. Viele Tische und Stühle sind draußen aufgebaut und laden zum Cappuccino oder kühlen Bier ein.
Sonderburg ist geteilt durch den Alssund und hat dadurch eine sehr maritime Ausstrahlung. Hier liegen im Sommer nicht nur kleine Segelschiffe, sondern auch größere Oldtimer. Die Mir, die Krustenstern, um nur einige zu nennen, haben hier schon festgemacht. Die Hafenpromenade ist erst kürzlich erneuert worden. Hier wurde viel schönes Holz verbaut und eine breite Treppe angelegt, die direkt bis ins Wasser geht. Vom Schloss bis zur Klappbrücke ist aus Holz ein Steg gebaut (Kaianlage) worden, auf dem geht man direkt an den festgemachten Yachten vorbei. Die Straße mit den bunten Häusern (Foto) zählt zu den schönsten Dänemarks. Ein echter Hingucker, ganz wie in der Hauptstadt Kopenhagen der „Nyhavn“. Auch hier findet man Cafés und Restaurants mit Blick auf den Stadthafen Sonderborgs. Ganz besonders empfehlen kann ich das Restaurant „Colosseum“ oder das „Café au lait.“
In der Segelsaison herrscht hier reger Betrieb. Viele Boote drehen im Hafenbecken Warteschleifen um auf die Öffnung der Klappbrücke zu warten. Bei Öffnung der Brücke setzt Hektik ein, jeder versucht so schnell wie möglich durch die Einfahrt zu kommen. Das gleiche passiert auf der anderen Seite der Brücke, die einen wollen nach Norden, die anderen nach Süden. Oft wird nur um Haarsbreite eine Kollision vermieden.

Die Alexandra aus Flensburg zu Besuch in Sonderburg

Vom Schloss führt ein Wanderweg direkt an der Küste vorbei bis zum Yachthafen. An diesem Wanderweg liegt das Strandbad von Sonderburg. Weißer Sandstrand, wer hätte das hier vermutet? Ich habe den Strand und das Wasser schon sehr häufig getestet. Sehr empfehlenswert und erfrischend. Dieser Strand wird von den Dänen und auch natürlich von den Touristen gerne besucht. Ob Jugendliche oder Familien, hier ist Platz für alle.

Vor der Rumregatta kommen die Traditionsschiffe nach Sonderburg


HAFEN
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Der Stadthafen ist durch die Klappbrücke geteilt, in Südhafen und Nordhafen. Im Südhafen liegen meistens private Yachten und kleinere Oldtimer. Größere Oldtimer und Charterschiffe liegen meistens im Nordhafen. Für die „Mir“ oder ähnliche Stars der Großsegler, wird ein Platz im Südhafen reserviert. Besichtigungen dieser Schiffe werden immer angeboten. Bei Platzmangel müssen die kleineren Schiffe in den Nordhafen ausweichen. Der Nordhafen wird noch ausgebaut und verschönert. Ein hässliches Silo ist schon abgerissen worden und ein Teil der Kaianlage ist schon fertig.

Stadthafen


Im Nordhafen auf der Festlandseite liegt die neue Uni „Alsion“. Mehr dazu im Absatz „Zukunft“

Außer den Liegeplätzen für Schiffe im Stadthafen, den ich für den schönsten Stadthafen überhaupt halte, gibt es noch den Yachthafen Sonderburg. Er liegt direkt an einem Sandbadestrand und dicht an einem Wald. Etwa 15 Minuten Fußweg von der Stadtmitte.

Die neue Hafenmeile


ZUKUNFT
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Beeindruckende Projekte wie der Bau einer Universität, einer Konzerthalle, eines Kunstmuseums mit integrierten Restaurants am Hafen, eines Hausboothafens und 400 bis 500 Wohnungen in attraktiver Lage sind geplant und stehen kurz vor der Realisierung. Dreistellige Millionenbeträge (in dänischen Kronen) werden dabei bewegt.
Allein die neue Uni mit Bahnanschluss kostet 120 Millionen Dkr kosten, jeweils zu einem Drittel finanziert durch die Stadt, den Staat und die Wirtschaft.


Alsion

Alsion
Alsion


TOURISTBÜRO
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Das Touristbüro befindet sich zwischen der Post und dem Rathaus. Erhältlich sind Information über Stadt und Umgebung, sie arrangieren Tours und Ausflüge mit Fremdenführern für kleinere und größere Gruppen, stellen Angelscheine, Hotel- und Gasthofschecks, Kopenhagen-Cards und Campingpässe aus. Außerdem vermitteln sie Ferienhäuser in ganz Dänemark. Broschüren von den meisten Ferienorten in Dänemark, sowie Zug-, Bus-, und Flugpläne u.v.a. gibt es kostenlos.

Sønderborg Turistbureau, Rådhustorvet 7, 6400 Sønderborg


RINGREITERFEST
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Jeweils am zweiten Wochenende im Juli findet in Sonderburg ein Ringreiterfest statt. Es ist das größte Fest dieser Art in Dänemark. Diese Tradition gibt es bereits seit dem 16. Jahrhundert. Jeweils freitags und samstags findet dabei ein Umzug durch die Stadt zum Festplatz am Schloss statt; nicht nur wer sich für das Ringreiten interessiert, sollte sich das nicht entgehen lassen. Über 500 Pferde stellen sich auf dem Schlossplatz in Reihe auf. Das ist ein tolles Bild. Das Ringreiten (auf dänisch Ringridning) ist ein sportlicher Wettkampf nach traditionellen mittelalterlichen Regeln und wird hier im Norden noch sehr häufig praktiziert. Ein Jahrmarkt findet auch statt und garantiert Spaß für die ganze Familie.

Beim Ringreiten versucht ein Reiter in vollem Galopp mit einer Lanze durch einen Ring zu stechen, der von einem torartigen Gerüst herabhängt. Der am Ende die meisten Ringe erwischt hat, der ist Sieger.


KIRCHEN
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Die Kirchen in Sonderburg sind einen Besuch wert und wenn sie geschlossen sind, holt man sich einen Schlüssel beim Küster oder im Pastorat.
St. Marienkirche am Hafen ist gut sichtbar, weil sie auf einer Anhöhe liegt. Sie besitzt einen Taufstein (Malmdöbefond) von 1600 und ein Kruzifix aus im 16. Jahrhundert. Viele Holzschnitzereien aus dem 15. – 16. Jahrhundert kann man bewundern..
Die Christianskirche wurde 1957 nach Zeichnungen der Architekten Kare und Esper Klint errichtet.
Und die Schlosskapelle im Sonderburger Schloss ist besonders sehenswert. Sie ist sowohl Dänemarks ältester protestantischer Adelsraum als auch des Nordens ältester Renaissance – Kirchenbau. Die Königswitwe Dorothea (Gemahlin des Königs Christian III 1568 – 70) ließ die Kirche in den Jahren 1568 – 1579 errichten.


MUSEEN & SEHENSWÜRDIGKEITEN
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Das Schloss Sonderburg hat Sammlungen vom Mittelalter bis zur Neuzeit, mit historischen Gemälden wie das wo Christian der X zur Wiedervereinigung von Südjütland (1920) über die Grenze reitet.
Auf Dybbøl Banke liegt die Mühle, die in den Kriegen 1848-50 und 1864 zweimal zerstört und wieder aufgebaut wurde. Dort liegt auch das Historiencenter, das die Geschichte vom Krieg 1864 vermittelt und zwar genau da, wo damals alles geschah. Im Juli demonstrieren Soldaten in historischen Uniformen das Leben im Feld mitten im 19. Jahrhundert.



6400 Sonderburg:
Sonderburg Schloss Museum.

Historicenter Dybbøl Banke, Dybbøl Banke 16
http://www.visitals.dk


ANFAHRT
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Sonderburg erreicht man über Land, auf dem Wasserweg oder auch durch die Luft.
Der Wasserweg gefällt mir persönlich am besten. Als Passagier auf einem alten Segelschiff oder mit einem Ausflugsdampfer z. B. von Flensburg mit dem Salondampfer „Alexandra“ nach Sonderburg.
Über Land geht es mit Bus oder Bahn und mit dem Auto. Parkmöglichkeiten gibt es immer am Hafen oder am Schloss.


Außerdem hat Sonderburg auch noch einen kleinen Flughafen auf der Halbinsel Kär. Er bietet Flüge nach Kopenhagen und im Sommer wöchentliche Flüge nach Südfrankreich.

Sonderburg ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Reise durch Spanien

Ein kleiner Fotobericht von unserer Reise entlang der Küste Spaniens.

Es ist Januar und wir werden mit Sturm und Regen im Norden von Katalonien begrüßt.

Weiter Richtung Süden hat der Sturm in Peñíscola Berge von Sand auf die Promenade gespült.

In Aguilas spüren wir die wärmende Sonne des Südens schon sehr gut.

Weiter reisen wir ins schöne Andalusien. Allerdings ist Andalusien rund um die Stadt Almería nicht mehr grün, sondern weiß. Die Stadt liegt mitten im „Mare Plastico“. Rund um Almería gibt es riesige Flächen von Kunststofftreibhäusern, siehe Satellitenfoto.

Kurzer Abstecher zum Hafen Almerimar.

Über Almayate geht es nach Gibraltar

Besuch bei den Engländern in Gibraltar.

Zwischenstopp in Barbate

Dann geht es weiter Richtung Cádiz.

Wir verlassen Spanien und fahren über die Grenze nach Portugal…….

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Ausflug Plitvicer Seen

Von Zadar aus besuchen wir mit einem Mietwagen den Nationalpark Plitvicer Seen. Der Park ist ein 295 km² großes Waldschutzgebiet in der Bergregion Kroatiens. Im Wald liegen insgesamt 16 kaskadenförmig angeordnete Seen, die durch Wasserfälle miteinander verbunden sind.

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Foto von einem Plakat im Park Plitvicer Seen

Wegen dem außergewöhnlichen Prozess der Versinterung wurde 1979 der Nationalpark Plitvicer Seen in die Liste des UNESCO Welterbes eingetragen.

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Foto vom Plakat

Insgesamt 11 Winnetou Filme wurden in den 60er Jahren an den Plitvicer Seen gedreht.

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denk man doch gleich  „Der Schatz im Silbersee“

Von Zadar aus liegt der Nationalpark ca. 2,5 Stunden entfernt. Wir fahren durch eine schöne Bergwelt.

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Wir erreichen den Parkplatz am Eingang 2 und suchen uns eine Parklücke. Die Parkgebühr kostet pro angefangene Stunde 8 kn (ca. 1€).

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Der Eintrittspreis incl. der Zug- und Bootfahrt kostet im Oktober 2019 = 100kn (ca. 13€). Die Besichtigungsrouten bestehen meist aus einer Kombination aus Panoramazugfahrt, Elektrobootfahrt und Wanderabschnitten.

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Nachdem wir das Auto geparkt haben und eine kleine Stärkung im Imbiss zu uns genommen haben, suchen wir uns auf der großen Übersichtskarte eine für uns geeignete Wanderroute. Je nach Fitness stehen viele verschiedene Routen zur Verfügung. Es führen viele Spazier- und Wanderwege durch den Park, entweder geht es am Ufer der Seen vorbei, oder in Serpentinen den Berg hoch, dann wieder durch den Wald oder mit dem Boot quer über das Wasser.

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Nach dem wir eine Straße überquert haben (Brücke), sind wir dann im Park und wählen eine kleine Route (F) aus, die gut für Senioren geeignet ist. Die Route F dauert ca. 3 – 4 Stunden und ist 4,6km lang inklusive der Bootstour und Fahrt mit dem Panoramazug.

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Mit einem Elektroboot fahren wir über den oberen See Kozjak.

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Über ausgeschilderte Wege geht es immer am Ufer der Seen vorbei zu den verschiedenen Wasserfällen.

Vom „großen Wasserfall“ geht es über steile Serpentinen zur östlichen Seite des Canyons, wo auch die Station des Panoramazuges liegt.

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Der Veliki Slap ist ein 78 m hoher Wasserfall am unteren Seenbereich.

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Auf dem Weg zur Station des Panoramazugs befinden sich unzählige Aussichtspunkte mit unvergesslichen Aussichten auf die kristallklaren und blaugrünen Seen.

Mit dem Gummizug fahren wir zum Parkplatz zurück.

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Gegen 17.00 Uhr sind wir wieder auf dem Parkplatz und suchen dann 3/4 Stunden unser Auto. Der Parkplatz erstreckt sich kreuz und quer durch den Wald mit vielen verzweigten Wegen. Wir haben uns zwar den Standort gemerkt, aber als wir zurück kommen, sind nur noch wenige Auto verstreut im Wald geparkt und alles sieht total anders aus. Dieses Problem haben wir aber nicht alleine, mit uns suchen noch mehrere andere Besucher ihre Autos.

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Als wir endlich unseren Mietwagen gefunden haben, machen wir uns auf den Rückweg nach Zadar. Es ist schon dunkel als wir die Ferienwohnung wieder erreichen.

Es war anstrengend, aber es hat sich gelohnt. Ein unvergesslicher Ausflug mit vielen schönen Erinnerungen.

Von Zadar fahren wir wieder nach Sukosan und gehen noch für eine Woche zum Segeln an Bord von Titus.

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Agersø, ein Sonnenstreifen im Meer

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Agersø ist eine kleine dänische Insel zwischen Fünen und Seeland, in der so genannten dänischen Südsee. Angenehm dicht am Festland und doch abgesondert. Bequem und schnell mit der Fähre ab Stigsnäs (auf Seeland) zu erreichen. Die Insel hat einen Hafen für die Fähre, für Fischerboote und einen lebhaften Hafen für Wassersportler. Eine fantastische Natur, die sowohl Feld, Wald, Wiese und Strand zu bieten hat. Sie ist 6,77 qkm groß, 7 km an der längste und 1,5 km die breitesten Stelle. Es leben 250 Personen auf der Insel, die sich jedes Jahr über Gäste freuen, denn die Gäste haben eine wirtschaftliche Bedeutung. Aber die freundlichen Inselbewohner mögen auch die vergnügte Stimmung der Urlauber. Und für die Insel Agersø gilt, wenn Du einmal hier gewesen bist, kommst Du ganz bestimmt wieder zurück. Wir kommen oft hier hin und es ist immer wieder schön auf dieser Sonneninsel.

Ein wenig zur Geschichte
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Schon in der Steinzeit war Agersø bewohnt. Man fand überall Spuren, wie angefertigte Pfeilspitzen aus Feuerstein. Aus der Bronzezeit fand man Schwerter und einen Thorshammer. Bis 1666 war die Insel in Besitz der Krone und in dieser Zeit war Friederich II ein häufiger Jagdgast. Später wurde sie Privatbesitz. Während des Krieges von 1807 – 1814, wo die Engländer die dänischen Gewässer blockierten, spielte die Insel eine große Rolle.

 

Der Hafen
ist Treffpunkt für Jung und Alt, für Einwohner und Gäste. Hier ist immer was los und man erfährt die Neuigkeiten und man schaut sich die neuen Gäste an. In den Sommermonaten macht die Fähre stündliche Fahrten von 6-23 Uhr. Früher, als die Fähre noch ein Segelschiff war, kam das Boot nur ein paar Mal im Monat. Und wenn kein Wind wehte, musste gerudert werden. Es war immer ein Fest, wenn das Boot festmachte und die Waren und die Post ausgeladen wurde.

 

Das Dorf

besteht aus vielen engen und gebogenen Wegen mit Hecken und Steindeichen. Die Steindeiche sind unterschiedlich in Höhe und Gestaltung. Es ist eine alte Tradition auf Agersø die Grenzen mit Steindeichen zu kennzeichnen. Das Dorf entstand um einen Dorfteich. Früher nur Bauernhöfe, heute auch Einzelhäuser. Das Verbindungsglied vom Dorf zum Hafen bildet eine schöne und unter Schutz gestellte Allee aus Ulmen und Linden. Sie entstand im Jahre 1752. Der älteste Hof des Dorfes ist der „Gammelgarden“ von etwa 1870, er ist sowohl von innen und außen fast unverändert.

 

 

 

Die Kirche
wurde 1872 aus roten Steinen gebaut. Vor dieser Zeit hatte die Insel eine kleine Kapelle aus Holz. Der kleine Turm geht nach Westen und gleichzeitig der Vorraum der Kirche. Die Kirche hat einen Stufengiebel und der Ostgiebel des Langhauses wird von 4 schmalen Blenden (Rundbogen) geschmückt, die bis zum Sockel reichen. Die Kirche ist immer offen und auf der ganzen Insel hört man das Glockenläuten täglich bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.

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Kirche und Pfarrhaus

Die Mühle
ist von 1892 und sie steht auf einer Anhöhe gleich beim Hafen. Der Bäckermeister hat sie 1986 schuldenfrei dem Verein „Dänische Mühlenfreunde“ geschenkt. Mit nur einer Bedingung: Er wollte eine Bank neben der Mühle haben, die er für den Rest seines Lebens nutzen konnte. In der Mühle befindet sich ein Museum, in der Saison kann die Mühle und das Museum in den Nachmittagsstunden besichtigt werden. Die Mühle ist restauriert und hat nun auch wieder Flügel. Bei festlichen Anlässen wie z.B. dem Dänischen Mühlentag am 3. Sonntag im Juni und beim Hafenfest im Juli werden die Segel gespannt und die Mühle arbeitet wie damals.

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Der Dorfteich
diente in alter Zeit als Waschplatz für die Wagen der Bauern und als Tränke für das Vieh. Nachdem der Mist auf die Felder gebracht wurde, fuhr man die Wagen in den Teich und sie wurden von den Kindern und Knechten gereinigt. Ebenso benutzte man den Dorfteich als Feuerlöschteich. Heute fischen die Kinder in dem Teich oder lassen kleine Boote schwimmen. Enten und Frösche findet man reichlich am Teich.
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Der Leuchtturm
liegt am Ostufer am Omøstrand. Es heißt Helleholm Fyr. Gebaut im Jahre 1846 um die Schiffe sicher durch den Omøsund zu leiten. Der Turm ist viereckig, weiß mit einem schwarzen Sockel. Fenster und die Tür haben einen Rundbogen und das Gesims ist gezackt. Der Stahlhut ist rot mit reichlichen Ausschmückungen. Das Licht ist 12 Meter über dem Meer und hat eine 250 W Birne, deren Licht von einem Parabolspiegel verstärkt wird. 11 Seemeilen (20 km) weit schickt der Leuchtturm sein Feuer auf die offene See. Leider habe ich kein Foto vom Leuchtturm, es wird nachgereicht….

 

Feste Feste
auf der Insel gibt es einige. Ob die uralte Tradition des Laufs der Heiligen Drei Könige, das Handballtreffen oder die Segelregatta. Bei der Segelregatta am letzten Samstag im Juli kommen alle „Kinder“ der Insel nach Hause, um an diesem Fest teilzunehmen. Für diese Regatta gilt die Regel, ob Badewanne, Segelboot oder Rennboot ist gleich, alle nehmen teil. Es kommt nämlich nicht darauf an, wer der Schnellste ist, sondern wer die ausgewählte Strecke zweimal in der gleichen Zeit zurücklegt. Abends versammelt man sich in einem großen Zelt und es gibt ein gemeinsames Essen und man tanzt bis in den hellen Morgen

 

Die Insel
bietet für viele Möglichkeiten. Ob Naturliebhaber, Fahrradfahrer, Kinder, Segler, Camper, Wanderer oder Stress geplagte Stadtbewohner. Hier ist es hygelig (gemütlich) wie die Dänen sagen, hier gehen die Uhren anders. Hier kommt man zur Ruhe und die Kinder finden ein Paradies auf Erden. Für Partymenschen ist diese Insel völlig ungeeignet und nicht empfehlenswert. Allen Anderen kann ich nur empfehlen, seht sie Euch an und entscheidet selbst. Diese Insel ist ein Sonnenstreifen im Meer, kommt man an, so geht im Herzen die Sonne auf.

So, ich denke ich habe Euch neugierig gemacht und falls Ihr reif für die Insel seid, nix wie hin nach Agersø.

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Palermo

Palermo ist eine faszinierende und lebendige Stadt, aber Glanz und Verfall liegen hier sehr nah beieinander.

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Palermo ist die Hauptstadt der Autonomen Region Sizilien und sie liegt an einer Bucht des Tyrrhenischen Meeres an der Nordküste Siziliens. Begrenzt von dem 600 Meter hohen Monte Pellegrino und im Osten vom Monte Catalfano.

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Die Ebene dazwischen wird auf italienisch Conca d’Oro („Goldenes Becken“) genannt, vermutlich wegen der Orangenhaine, die Palermo zur Zeit der arabischen Herrschaft umgaben.

Die Stadt (gegründet 8. Jahrhundert v. Chr.) erlebte unter den Arabern, Normannen und Staufer eine Blütezeit. Es war auch die Residenzstadt von Friedrich II.

 

Die Sehenswürdigkeiten von Palermo

Zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten liegen keine langen Wege und überall gibt es die Möglichkeit für eine kulinarische Pause.

 

Kathedrale Maria Santissima Assunta.

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Die Normannen wurden vom Papst beauftragt, die Araber von Sizilien zu vertreiben. Sie bauten dann für ihren Gott diese Kathedrale. Die Normannen verwendeten aber viele arabische Design-Elemente, denn sie schätzten die arabische Kultur.

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Ab Juli 2015 gehört die Kathedrale zum Weltkulturerbe.
Friedrich II fand seine letzte Ruhestädte in der Kathedrale von Palermo.

Fontana Pretoria

Die 400 Jahre alte Fontana Pretoria heißt im Volksmund „Brunnen der Sünde“.

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Für die heutige Zeit nicht ganz zu verstehen, aber früher waren die gläubigen, katholischen Leute empört über die nackten Figuren aus der antiken Mythologie.

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Normannenpalast – Palazzo Reale

Für ihren König von Sizilien bauten die Normannen einen Palast.

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Davor befindet sich ein kleiner Palmenpark.

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Teatro Massimo

 

Das Opernhaus ist ein Symbole für den einstigen Glanz, den Verfall und die jetzige Wiedergeburt Palermos.
Ende des 19. Jahrhunderts war Sizilien reich geworden durch Zitrusfrüchte und Schwefel und man baute das größte Opernhaus Italiens.  Doch die mächtige Mafia wirtschaftete Sizilien völlig herunter, mitschuldig war auch die unfähige Aristokratie.

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Das Opernhaus musste 1974 wegen Baufälligkeit geschlossen werden (die Restaurierungskosten waren zu hoch) und wurde erst 1997 wieder eröffnet nachdem es Palermo wirtschaftlich wieder besser ging. Zu verdanken ist es dem ersten Antimafia-Bürgermeister Palermos, Leoluca Orlando.

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Quattro Canti

An der Kreuzung Quattro Canti treffen die vier Altstadtviertel Palermos aufeinander.

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Vier große Häuser (Paläste) stehen an diesem achteckigem Platz mit je einem Brunnen und jeder stellt eine Jahreszeit dar. Es liegt immer eins der Häuser im Sonnenschein. Die Figuren stellen die ehemaligen spanischen Könige und die Schutzheiligen der Stadt dar.

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Porta Nuova

Die imposante  „Porta Nuova“ ist ein Triumpfbogen aus dem 16. Jahrhundert.
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San Domenico

Der Platz „San Domenico“ und die gleichnamigen Kirche mit einer Marienstatue.

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Sehenswert sind aber auch die vielen Straßen mit den kleinen Läden, die Plätze mit Cafés und Restaurants und die engen Gassen der Stadt.

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Eine Stadt, die nicht gleich auf den ersten Blick gefällt, aber die einen dann doch in ihren Bann zieht. Eine der kontrastreichsten Städte Europas!

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Afurada – Wäsche, die im Wind flattert

Afurada, das Fischerdorf an der Mündung des Douros, wo die Wäsche im Wind flattert. 

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Das kleine Fischerdorf bietet etwas Besonderes, es gibt hier ein öffentliches Waschhaus in Ufernähe, der Lavadouro Público. Hier waschen Frauen auf traditionelle Weise ihre Wäsche. Anschließend wird die Wäsche auf dem Platz vor dem Waschhaus auf kunstvoll verspannten Wäscheleinen zum Trocken aufgehängt. Das Waschhaus wird auch heute noch viel genutzt.

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Man denkt die Zeit ist vor 100 Jahren stehen geblieben und die Waschmaschine ist noch nicht erfunden.

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Fotos am Waschhaus

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São Pedro da Afurada ist ein Geheimtipp, hier gibt es frischen Fisch direkt vom Grill, Portugal ganz privat, alles abseits des Touristenrummels.

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