Agersø, ein Sonnenstreifen im Meer

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Agersø ist eine kleine dänische Insel zwischen Fünen und Seeland, in der so genannten dänischen Südsee. Angenehm dicht am Festland und doch abgesondert. Bequem und schnell mit der Fähre ab Stigsnäs (auf Seeland) zu erreichen. Die Insel hat einen Hafen für die Fähre, für Fischerboote und einen lebhaften Hafen für Wassersportler. Eine fantastische Natur, die sowohl Feld, Wald, Wiese und Strand zu bieten hat. Sie ist 6,77 qkm groß, 7 km an der längste und 1,5 km die breitesten Stelle. Es leben 250 Personen auf der Insel, die sich jedes Jahr über Gäste freuen, denn die Gäste haben eine wirtschaftliche Bedeutung. Aber die freundlichen Inselbewohner mögen auch die vergnügte Stimmung der Urlauber. Und für die Insel Agersø gilt, wenn Du einmal hier gewesen bist, kommst Du ganz bestimmt wieder zurück. Wir kommen oft hier hin und es ist immer wieder schön auf dieser Sonneninsel.

Ein wenig zur Geschichte
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Schon in der Steinzeit war Agersø bewohnt. Man fand überall Spuren, wie angefertigte Pfeilspitzen aus Feuerstein. Aus der Bronzezeit fand man Schwerter und einen Thorshammer. Bis 1666 war die Insel in Besitz der Krone und in dieser Zeit war Friederich II ein häufiger Jagdgast. Später wurde sie Privatbesitz. Während des Krieges von 1807 – 1814, wo die Engländer die dänischen Gewässer blockierten, spielte die Insel eine große Rolle.

 

Der Hafen
ist Treffpunkt für Jung und Alt, für Einwohner und Gäste. Hier ist immer was los und man erfährt die Neuigkeiten und man schaut sich die neuen Gäste an. In den Sommermonaten macht die Fähre stündliche Fahrten von 6-23 Uhr. Früher, als die Fähre noch ein Segelschiff war, kam das Boot nur ein paar Mal im Monat. Und wenn kein Wind wehte, musste gerudert werden. Es war immer ein Fest, wenn das Boot festmachte und die Waren und die Post ausgeladen wurde.

 

Das Dorf

besteht aus vielen engen und gebogenen Wegen mit Hecken und Steindeichen. Die Steindeiche sind unterschiedlich in Höhe und Gestaltung. Es ist eine alte Tradition auf Agersø die Grenzen mit Steindeichen zu kennzeichnen. Das Dorf entstand um einen Dorfteich. Früher nur Bauernhöfe, heute auch Einzelhäuser. Das Verbindungsglied vom Dorf zum Hafen bildet eine schöne und unter Schutz gestellte Allee aus Ulmen und Linden. Sie entstand im Jahre 1752. Der älteste Hof des Dorfes ist der „Gammelgarden“ von etwa 1870, er ist sowohl von innen und außen fast unverändert.

 

 

 

Die Kirche
wurde 1872 aus roten Steinen gebaut. Vor dieser Zeit hatte die Insel eine kleine Kapelle aus Holz. Der kleine Turm geht nach Westen und gleichzeitig der Vorraum der Kirche. Die Kirche hat einen Stufengiebel und der Ostgiebel des Langhauses wird von 4 schmalen Blenden (Rundbogen) geschmückt, die bis zum Sockel reichen. Die Kirche ist immer offen und auf der ganzen Insel hört man das Glockenläuten täglich bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.

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Kirche und Pfarrhaus

Die Mühle
ist von 1892 und sie steht auf einer Anhöhe gleich beim Hafen. Der Bäckermeister hat sie 1986 schuldenfrei dem Verein „Dänische Mühlenfreunde“ geschenkt. Mit nur einer Bedingung: Er wollte eine Bank neben der Mühle haben, die er für den Rest seines Lebens nutzen konnte. In der Mühle befindet sich ein Museum, in der Saison kann die Mühle und das Museum in den Nachmittagsstunden besichtigt werden. Die Mühle ist restauriert und hat nun auch wieder Flügel. Bei festlichen Anlässen wie z.B. dem Dänischen Mühlentag am 3. Sonntag im Juni und beim Hafenfest im Juli werden die Segel gespannt und die Mühle arbeitet wie damals.

Muehle

 

 

Der Dorfteich
diente in alter Zeit als Waschplatz für die Wagen der Bauern und als Tränke für das Vieh. Nachdem der Mist auf die Felder gebracht wurde, fuhr man die Wagen in den Teich und sie wurden von den Kindern und Knechten gereinigt. Ebenso benutzte man den Dorfteich als Feuerlöschteich. Heute fischen die Kinder in dem Teich oder lassen kleine Boote schwimmen. Enten und Frösche findet man reichlich am Teich.
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Der Leuchtturm
liegt am Ostufer am Omøstrand. Es heißt Helleholm Fyr. Gebaut im Jahre 1846 um die Schiffe sicher durch den Omøsund zu leiten. Der Turm ist viereckig, weiß mit einem schwarzen Sockel. Fenster und die Tür haben einen Rundbogen und das Gesims ist gezackt. Der Stahlhut ist rot mit reichlichen Ausschmückungen. Das Licht ist 12 Meter über dem Meer und hat eine 250 W Birne, deren Licht von einem Parabolspiegel verstärkt wird. 11 Seemeilen (20 km) weit schickt der Leuchtturm sein Feuer auf die offene See. Leider habe ich kein Foto vom Leuchtturm, es wird nachgereicht….

 

Feste Feste
auf der Insel gibt es einige. Ob die uralte Tradition des Laufs der Heiligen Drei Könige, das Handballtreffen oder die Segelregatta. Bei der Segelregatta am letzten Samstag im Juli kommen alle „Kinder“ der Insel nach Hause, um an diesem Fest teilzunehmen. Für diese Regatta gilt die Regel, ob Badewanne, Segelboot oder Rennboot ist gleich, alle nehmen teil. Es kommt nämlich nicht darauf an, wer der Schnellste ist, sondern wer die ausgewählte Strecke zweimal in der gleichen Zeit zurücklegt. Abends versammelt man sich in einem großen Zelt und es gibt ein gemeinsames Essen und man tanzt bis in den hellen Morgen

 

Die Insel
bietet für viele Möglichkeiten. Ob Naturliebhaber, Fahrradfahrer, Kinder, Segler, Camper, Wanderer oder Stress geplagte Stadtbewohner. Hier ist es hygelig (gemütlich) wie die Dänen sagen, hier gehen die Uhren anders. Hier kommt man zur Ruhe und die Kinder finden ein Paradies auf Erden. Für Partymenschen ist diese Insel völlig ungeeignet und nicht empfehlenswert. Allen Anderen kann ich nur empfehlen, seht sie Euch an und entscheidet selbst. Diese Insel ist ein Sonnenstreifen im Meer, kommt man an, so geht im Herzen die Sonne auf.

So, ich denke ich habe Euch neugierig gemacht und falls Ihr reif für die Insel seid, nix wie hin nach Agersø.

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Insel Birkholm

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55° 55,7´ N 10° 30,0´ E
Birkholm
Die zweitkleinste bewohnte Insel Dänemarks

Geschichte:
Birkholm ist hinter Hjortø die zweitkleinste bewohnte Insel Dänemarks und gehört zum Verband der dänischen Kleininseln „Danske Småøerne“. Sie liegt zwischen den Inseln Ærø und Tåsinge im Verbund mit den Inseln Hjortø, Stynø, Skarø und Dreijø. Das kleine Dorf mit dem Dorfteich wirkt sehr gepflegt.

Viele Häuser sind Ferienhäuser und nur in der Sommersaison bewohnt. Zwei Fischer und der Fährmann vom Postschiff mit ihren Familien leben noch auf der Insel. 1870 lebten auf der kleinen Insel 89 Menschen und es gab eine Schule, einen Kaufmann, ein Telegrafenamt und sogar einen eigenen Pastor. Aber die Insel macht heute keinen verlassenen Eindruck, im und um dem Hafen herum ist immer was los.

Gleich neben dem Hafen gibt es einen kleinen Sandstrand mit einem breiten Flachwasserbereich, besonders für Kinder ideal.

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Der kleine Zeltplatz liegt gleich neben dem Hafen. Einen Hubschrauberlandeplatz findet man am Ortseingang.

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Ausflüge nach Ærø oder Fyn (Fünen)  macht man mit dem Postschiff. Das Postschiff fährt im Sommer zweimal am Tag, im Winter nur einmal, es pendelt zwischen Marstal auf Ærø und Birkholm. Von Svendborg verbindet eine Fähre die Insel Ærø mit Fyn.
Natur:
Die Insel ist sehr flach und mit nur 1,80 Meter ist der Hylsbanken über dem Meeresspiegel die höchste natürliche Erhebung auf der Insel. Die Landwirtschaft war der Hauptbroterwerb der Inselbewohner, 1995 hat der letzte Bauer aufgegeben. Es wurde aber auch Fischerei betrieben. Die zwei Brüder Mortensen, Frede  und Morten wohnen ihr ganzes Leben auf Birkholm, man nennt sie auch die Herren der Südsee. Sie fangen Krabben und Aale, 200 Kilogramm Krabben pro Tag und zwar direkt vor der Haustür, in der Dänischen Südsee. Die Krabben sind in ganz Dänemark sehr begehrt.

Krabbenreuse
Krabbenreuse

Bäume gibt es nur wenige, sie stehen auf dem Ortsdeich und in der Ortschaft. Die Insel ist überwiegend mit Wiesen und Weiden bedeckt. Auf den Strandwiesen leben viele verschiedene Wasservögel. Die Insel ist durch zwei Deiche vor Sturmfluten geschützt. Einen Sommerdeich und einen Winterdeich. Der größere Winterdeich ist 2,80m hoch und 2100 km lang.

IMG_3760Im Frühjahr bringt die Kreaturfærgen Yrsa die Sommergäste für das Weideland auf die Insel. Ich hatte das Glück zu dieser Zeit auf der Insel zu sein und konnte so dieses Ereignis mit Fotos einfangen. Die jugendlichen Helfer sind Schüler der Vestfyns Efterskole.

Daten und Fakten:

  • Größe: 96 ha
  • Einwohner: 5
  • Häuser ca. 30 , davon viele als Ferienhäuser genutzt
  • Höchster Punkt: 1,8 m
  • Postschiff n. Marstal: Sommer 2 x, im Winter 1x täglich, Fahrzeit: 1 Std. nach Ærø
  • Boote im Hafen pro Jahr: 10.000
  • Anschrift: Birkholm 1, DK-5960 Marstal
  • GeoX : 10.503392 – GeoY : 54.929965

Hafen:

Der Hafen ist klein und im Sommer oft überfüllt. Es gibt nur wenige Boxenplätze im 40 x 45 m großen Hafenbecken. Die Wassertiefe ist zwischen 1,6 und 2m angegeben. Die Ansteuerung ist über das unbefeuerte 14m tiefe „Mörkedyb“-Fahrwasser nur tagsüber möglich. Es führt eine 10 m lange mit je zwei Prickenpaare (rote und grüne Topzeichen) gekennzeichnete Rinne zum Hafen.

Die Rinne wird jedes Jahr ausgebaggert und hat dann eine Tiefe von mind. 2m. Es gibt Strom an den Plätzen, jedoch kein Wasser. Zwei Toiletten stehen zur Verfügung, sie werden mit Seewasser versorgt. Im Ort gibt es ein Versammlungshaus und dort besteht die Möglichkeit eine Dusche zu benutzen.

Im Versammlungshaus neben der Dusche kann man Eis kaufen, hier bedient man sich aus der Tiefkühltruhe und das Geld dafür legt man in eine Kunststoffdose. Frisches Brot und sonstige Kleinigkeiten stehen dort ebenfalls zum Kauf bereit, alles auf Vertrauensbasis. Einen schönen geschützten Grillplatz findet man direkt am Hafen.

Es gibt eine Anlegestelle für das Postboot, es befördert Post, Personen und Güter von der Insel Ærø nach Birkholm.

Das Postschiff
Das Postschiff

 
Birkholm wurde auch in der Presse in Deutschland erwähnt:
Zeit online: Die Herren der Südsee

und im Hamburger Abendblatt – hier der Artikel:
Massai-Krieger machten Urlaub in Dänemark

16. Oktober 2008, 00:00 Uhr

Kopenhagen. Birkholm gehört zu den kleinsten bewohnten dänischen Inseln. Manchmal leben auf dem 92 Hektar großen Eiland elf Leute, meist sind es jedoch nur zehn oder neun. Trotzdem geriet Birkholm jetzt ins Fadenkreuz des öffentlichen Interesses. Denn ein schlauer Birkholm-Bewohner hat auf seiner Insel mit staatlicher Hilfe eine Volkshochschule gegründet und – wie nun bekannt wurde – 2006 mit EU-Geldern neun Massais aus Tansania einfliegen lassen. Die afrikanischen Krieger kamen in traditionellen Gewändern und wurden bei ihrem „Urlaub“ in Dänemark von elf tansanischen Verwaltungsbeamten begleitet.
Die EU hat sich das Projekt immerhin 50 000 Euro kosten lassen. Offiziell sollte mit der Aktion eine strukturschwache Gegend gefördert werden. Dass die Volkshochschule kein Gebäude und zu diesem Zeitpunkt auch gar keine Schüler hatte, interessierte dabei offenbar niemanden.
Poul Pedersen, der die Idee zu dem ausgefallenen Besuch hatte, kann die Aufregung nicht verstehen. „Inselbewohner sind meist recht langweilig. Ich dachte, wir brauchen einfach mal ein paar Massai, damit Leben in die Bude kommt! Es hat funktioniert. Unsere Insel bekam und bekommt ja nun jede Menge PR.

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1. Brücke 2012 – Immervad Bro

Fotoprojekt Brücken 2012

Immervad Bro – Aabenraa/Dänemark

Mein Januar Beitrag zum Fotoprojekt Brücken 2012 ist wieder eine Brücke aus Dänemark. Diesmal eine ganz alte und kleine Brücke.

Immervad Bro

Etwas außerhalb von Abenraa verläuft der alte Heerweg oder auch Ochsenweg genannt. Der Weg wurde von Händlern, Ochsentreibern mit ihren Tieren und auch von frommen Pilgern bevölkert. In Kriegszeiten diente der Weg dem Heer als Marschweg – daher der Name Heerweg. Ochsenweg wird er in Deutschland genannt. Der Weg ist die älteste Fernverbindung Nord- und Mitteleuropas, er beginnt im dänischen Viborg und endet in Wedel bei Hamburg.

An diesem Heerweg liegt die Immervad Bro, eine Steinbalkenbrücke, die im Jahre 1786 erbaut wurde und Teil des Heerweges ist. Sie ist heute die älteste erhaltene Brücke dieser alten Fernverbindung.

Der Fluss „Rudbæk“, den die Immervad Bro damals überquerte, fließt heute durch ein neues Flussbett, die Konstruktion der Immervad Bro kann man daher studieren, ohne nasse Füße zu bekommen. Die Granitblöcke brachten die Gletscher der Eiszeit und aus einem einzigen Granitblock wurde die Brücke gefertigt. Man vermutet, dass die Granitquaderbrücke als Ersatz für eine Holzbrücke gebaut wurde.

Die Januar Auslese zum Brücken-Fotoprojekt von Barbara (Image Location) wird hier vorgestellt:

Fåborg – eine Stadt in der Dänischen Südsee

55° 02,14 ´ N
09° 25,33 ´ E

Fåborg liegt auf Fünen und in der so genannten dänischen Südsee. Es ist eine der dänischen Lieblingsstädte unserer Familie. Denn nicht nur der Hafen bietet viel, sondern auch der alte Stadtkern ist sehenswert.

Fåborg


Allgemeines
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Nur einige Städte in Dänemark haben so eine schöne Lage wie Fåborg. Die kopfsteingepflasterten Gassen zwischen den alten Häusern mit dem massiven Glockenturm und dem mittelalterlichen Stadttor, hinter dem die alten Kaufmannshöfe liegen, sucht in Dänemark seinesgleichen. Hinzu kommt noch der neu gestaltete Hafen, der oft von Fahrtenseglern und Traditionssegler angelaufen wird.

Hafeneinfahrt


Geschichte
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Erwähnt wird Fåborg zum ersten Mal in einer Urkunde von 1229, als Valdemar Sejr die Stadt seiner Schwiegertochter Eleonore von Portugal schenkte. In den Jahren 1672, 1715 und 1728 zerstörten große Stadtbrände viele Höfe und Häuser. In der Mitte des 18. Jahrhundert blühte die Stadt kurz auf, zu dieser Zeit hatte die Stadt Fåborg die größte Zahl von Schiffen unter den Städten Fünens. 1880 belief sich die Einwohnerzahl auf 3476 und der Getreidehandel erreichte seinen Höhepunkt, ebenso der Branntweinhandel. Auch gab es zwei Eisengießereien und der Betrieb am Hafen nahm zu. Große Hoffnung setzt man in den Bau der Eisenbahn, aber damals bekam Fåborg leider keinen Eisenbahnanschluss. Später war es dann zu spät, da hatten Odense und Svendborg schon einen großen Vorsprung in Handel und Industrie. Heute spielt der Tourismus neben dem Einzelhandel eine große Rolle, denn Fåborg versorgt das recht große Hinterland.

Der alte Stadtkern
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Ganz besonders möchte ich auf den alten Stadtkern hinweisen, eine Wanderung durch das alte Fåborg ist nicht nur informativ sondern auch sehr abwechslungsreich. Alte Kaufmannshöfe, hübsche Stadthäuser, Cafés und Geschäfte bilden einen charmanten Stadtkern. Mit meinen Segelfreunden habe ich eine Stadtführung veranstaltet. Ich habe mir ein kleines Buch über das alte Fåborg gekauft und bin mit ihnen durch die Stadt spaziert. Mir hat es Spaß gemacht und die Freunde waren von der Stadt begeistert. Heute werde ich versuchen die Highlights der Stadtführung hier vorzustellen.

Teil der Holkegade
Stadtführung durch das alte Fåborg
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Die Wanderung beginnt in der Holkegade. Hier reihen sich die Schönheiten aneinander und es gibt nicht viele Straßen in Dänemark, die sich mit ihr messen können. In der Holkegade Nr. 2 gibt es zwei malerische Häuser, die aber eine Einheit bilden. Die Schmiedehäuser hatten jeweils eigene Bauherren, 1730 entstanden sie nach dem Brand, bei dem das ganze Viertel dem Feuer zum Opfer fiel.
Schmiedehäuser,
Schmiedehäuser

Holkegade Nr. 3 ist ein Erkerhaus das Anfang 18. Jahrhundert von einem reichen Kaufmann und Reeder gebaut wurde. Es gehören ein Vorderhaus, Seitengebäude und ein Lagerhaus dazu. Es fiel ebenfalls kurze Zeit später den Flammen zum Opfer. Die Witwe des Kaufmanns, denn er starb nach dem Brand, baute den Hof wieder auf. Dieser Hof ist jetzt 250 Jahre alt und zählt zu den schönsten Fachwerkhäusern Fåborgs. Teilweise wurden die Wände verputzt, doch sonst wurde alles unverändert gelassen.
Das Nachbarhaus Holkegade 1, wird „Den gamle Gård“ (Der alte Hof) genannt und ist ebenfalls ein Kaufmannshof. Der Besitzer hatte mehrere Schiffe und betrieb einen bedeutenden Handel mit Getreide. Die Schiffe transportierten Getreide von Norddeutschland nach Norwegen. Das Haus ist gebaut, wie es im 18. Jahrhundert in Fåborg Sitte war, mit einem hohen Sockel und einer Fachwerkfassade mit vorspringendem Erkervorbau. Heute befindet sich in diesem Hof das Heimatmuseum.

Den Gamle Gård – Heinmatmuseum

Den Abschluss der Holkegade bildet die Apotheke. Fåborg hatte 1737 erstmals eine Apotheke,  sie wurde 1880 erbaut und ist ein sehr prächtiges Bauwerk. Die Holkegade ist insgesamt eine hyggelige Straße.

Apotheke

Vorbei am alten Rasmussens Hotel gehen wir weiter zum Markt. Mitten auf dem Markt findet man einen sehr umstrittenen Brunnen. Es ist ein Werk des Bildhauers Kai Nielsen und ein Geschenk des Fabrikanten Mads Rasmussen. Viele Bewohner konnten sich nicht mit dem Brunnen anfreunden. Es zeigt den Helden Ymer, während er von der Kuh Milch trinkt und zwar in einer eigenartigen Stellung. Mittlerweile haben sich alle damit abgefunden und freuen sich über die großartige Spende des Mads Rasmussen.

Brunnen
Brunnen Marktplatz
Wir wenden uns nun dem bekanntesten Bauwerk Fåborgs zu, dem Glockenturm. Er ist ein Rest des Kirchengebäudes und wurde im 15. Jahrhundert erbaut. Ursprünglich hatte er vier Giebel, 1778 erhielt er den heutigen achteckigen Abschluss mit spitzer Haube und Laterne. Während der Turm umgebaut wurde, ist die Kirche abgerissen worden. Es führen 101 Stufen hinauf zum Turm. Man kann ihn besichtigen und von dort oben die Aussicht genießen.
Der Glockenturm

Die Ostergade ist heute eine Fußgängerzone und war in alter Zeit die Hauptstraße der Stadt. Hier gibt es einige sehenswerte Häuser. Eins davon werde ich hier erwähnen. Die Nr. 1 ist Poul Kinafarers Hof, der Besitzer hieß mit bürgerlichem Namen Poul Jakobsen.

Poul Kinafarers Hof
Poul Kinafarers Hof

Er verließ mit 18 Jahren die Stadt und fuhr zur See. Dreimal war er in China und diese Fahrten gaben ihm den Beinamen „Kinafarer“. Die Fahrten bescherten ihm Reichtum, in dem er chinesische Waren kaufte und sie auf eigene Rechnung verkaufte. Nach einer reichen Heirat kaufte er den Hof in der Ostergade. In dem 18 Fach, zwei Geschoß großem Fachwerkvorderhaus wohnte er und in dem Hinterhaus richtete er die Lager ein. Heute ist nur noch das Hinterhaus (2 Geschosse, 15 Fach) erhalten. Das aber einen Eindruck über den Wohlstand vermittelt.

Hof an der Fußgängerzone
Am Ende der Ostergade sieht man auf den Konservenhof der Familie Mads Rasmussen, genannt „Mads Tomat“. 1899 gehörte ihm der Konservenhof und er wurde Direktor der neu gegründeten „Dänischen Wein- und Konservengesellschaft“. Fruchtsäfte, Konserven und ganz besonders Tomatensäfte fanden sein Interesse, daher auch der Name „Mads Tomat“. Er machte sich aber nicht nur um die Wirtschaft verdient, er war auch Mittelpunkt der Kunstszene und so kamen Ende des 19. Jahrhunderts viele Künstler in der Stadt. Dazu aber später mehr, denn Fåborg hat auch ein Kunstmuseum. Durch ein Tor kommt man in den Innenhof, hier steht ein mächtiger Walnussbaum. Die Seitengebäude sind unscheinbar, aber das Hinterhaus aus Fachwerk ist sehenswert. 1760 wurde es eingeschossig erbaut und hundert Jahre später wurde ein zweites Geschoß zugefügt. Die Remise wurde geöffnet, damit man auf das hintere Grundstück gelangen konnte, wo früher die Fabrik stand.
Fußgängerzone und Kunstmuseum

Nachbar des Konservenhofes ist das Kunstmuseum. 1912 – 15 wurde das Museum gebaut. Da das Grundstück sehr schmal und lang ist, war der Architekt Prof. C. Petersen sehr gefordert. Er hat die Aufgabe super gelöst. Das Museum hat einen vorgezogenen tempelähnlichen Eingang mit eigenem Dach. Die Vorhalle ist in grün gehalten und der erste kleine Saal wird von einer Statur des Bildhauers Kai Nielsen beherrscht. Sie zeigt den Kunstmäzens Mads Rasmussen und ist sehr beeindruckend. Mads Rasmussen stellte jedes Jahr einen Betrag für den Ankauf fünischer Kunst zur Verfügung und so kann man heute die Früchte seines Werks im Museum bewundern. Das Museum ist jetzt eine selbständige Stiftung und zeigt die größte Gemäldesammlung fünischer Maler.

Eingang Kunstmuseum

Ein Besuch der Heiliggeistkirche liegt als nächstes an. Sie ist eine alte Klosterkirche, die nach dem Abriss der alten Nikolaikirche als Pfarrkirche diente. Begonnen wurde mit dem Bau bei Klostergründung im Jahr 1480. Zuerst entstanden der Chor und das Kloster, das 1530 schon wieder abgerissen wurde. Das Kirchenschiff wurde später angebaut. Fertigstellung der Kirche war erst im 16. Jahrhundert. Sie sieht sehr prächtig aus und doch etwas ungewöhnlich, weil das Mittelschiff der Kirche niedriger gebaut wurde, als ursprünglich geplant. Dadurch gehen die Dachflächen der Seitenschiffe fast in das Dach des Mittelschiffes über. Das Inventar der Kirche stammt aus dem Jahre 1858, als die Kirche restauriert wurde. Sie ist innen wie außen sehenswert.

Vor dem Vesterport (Westtor), das aus dem Mittelalter stammt, wie auch die Kirche und der Glockenturm, liegt der Plougs Hof. Ein prächtiger Hof mit Tor um 1775 erbaut. Das Fachwerkhaus wurde 1880 mit einer massiven Fassade versehen und zweigeschossig umgebaut. Das Tor, Vesterport, war Teil der mittelalterlichen Befestigung und hatte bis zum Umbau 1939 drei Gewölbe. Hier wurde Zoll für die Waren bezahlt, die man in die Stadt einführte. Oft wurde über einen Abriss des Tores nachgedacht, doch zum Glück bliebt es immer nur beim dem Gedanken. Heute ist es saniert und keiner denkt mehr an Abriss.

Vesterport

Einen Hof in der Vestergade möchte ich noch erwähnen: „Den Voigtske Gård“  Hier lebte Riborg Voigt, die erste große Liebe H.C.Anders. Er besuchte seinen Schulfreund Christian und verliebte sich in seine Schwester Riborg. Für sie schrieb er das Gedicht: „To brune Øjne“ –  „Zwei braune Augen“ Die Liebe hatte keine Zukunft, denn Riborg war schon verlobt. Der Bauernhof wurde zuletzt in 1837-1838 erweitert, heute ist er noch im ursprünglichen Zustand.

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„Den Voigtske Gård“

Hiermit ist der virtuelle Rundgang durch den alten Stadtkern beendet. Wer jetzt Lust auf mehr hat, der sollte unbedingt einen Besuch dieser schönen Stadt planen.
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Hafen und Meer
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Aber auch wer keine Lust auf alte Gemäuer hat, der wird Fåborg lieben, denn es hat auch noch eine maritime Seite, den Hafen.
Hafeneinfahrt Stadthafen

Hier ist immer was los, Yachten, Fischer, kleine Fähren und große Oldtimer sorgen für Programm. Entweder sitzt man in der Räucherei und genießt den Fisch oder vor dem Hotel bei einem Kaffee oder Bier und beobachtet das Leben im Hafen. Der Hafen wurde erst kürzlich neu gestaltet und lädt zum Bummeln ein.

Stadthafen
Mit der Fähre kann man den kleinen Inseln vor Fåborg einen Besuch abstatten. Sie sind sehr idyllisch und man hat Natur pur. Das gilt für alle drei Insel: Lyø (150 Bewohner), Avernakø (120) und die kleinste Bjørnø (40). Die Inselfähre zum kleinen Insel Bjørnø heißt „Lille Bjørn“, mehr Informationen findet man hier. Für Lyø und Avernakø gibt es eine gemeinsame Fähre, sie fährt Fåborg – Lyø – Avernakø – Fåborg. Informationen gibt es hier . Eine weitere Fähre fährt von Fåborg nach Søby auf Ærø, auch diese Fährlinie hat eine Homepage: Link.
Kunst am Hafen

Abschluss
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Fåborg ist ein Besuch wert und bietet für jeden etwas. Ob Familienausflug, Wochenendbesuch, Stadtbesichtigung oder Angelausflug, hier gibt es viel zu sehen, zu genießen (ganz besonders frischen Fisch) und zu erleben. Diese idyllische Stadt, die das alte Milieu einer Kaufmannsstadt bewahrt hat, kann ich allen empfehlen.

Svendborg

Svendborg ist die Hauptstadt von Fünen und dem Inselmeer, dazu zählen Taasinge und Thurø, es sind die größeren Inseln und beide haben eine Brückenverbindung nach Fünen. Zu den kleinen Inseln wie Hjortø, Skarø und Drejø muss man die kleinen Fähren benutzen. Die Fahrt mit der Fähre durch den Svendborgsund und weiter ins Inselmeer hinaus, ist für sich schon ein tolles Naturerlebnis!

>>>Die Stadt<<<
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Svendborg darf sich schon Stadt (26.500 Einwohner) nennen, sie ist groß genug und doch noch klein genug um gemütlich zu sein. Mit diesem Slogan macht die Stadt Svendborg auf sich aufmerksam. Sie besteht schon seit dem 13. Jahrhundert und nannte sich „Swineburg” (Schweineburg). Svendborg spielte eine große Rolle im Leben der Handelsleute und Handwerker und als Hafenstadt zählte sie dann zu den wichtigsten Handelsstädten Skandinaviens. Im Stadtkern gibt es noch viele alte Gassen und man spürt noch einen Hauch von Mittelalter. Svendborg ist eine gute Kombination aus Alt und Neu und liegt als Ausgangspunkt für Ausflüge per Auto, Schiff und Bahn sehr günstig. Eine Erkundungsreise ins Inselmeer kann ich nur empfehlen.

Altstadt

>>>Der Hafen<<<
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Svendborg ist eine Seefahrerstadt und darauf ist man stolz. Das Herz von Svendborg schlägt im Hafen. Hier ist Leben und es gibt viel zu sehen. Der Hafen teilt sich auf in den Handelshafen mit Fährbetrieb und den Stadthafen mit Liegemöglichkeiten für Sportboote. Einen speziellen Sportboothafen gibt es auch noch und er hat eine sehr außergewöhnliche Form, der Hafen hat eine runde Hafenmole und die Schiffe liegen im großen Kreis nebeneinander. Im Stadthafen wurde ein neues Hafenmeisterbüro angelegt, es ist ein schwimmendes Büro und die Sportboote liegen gleich daneben am Steg. Im Stadthafen gibt es viele Gastliegeplätze für Wassersportler, der Hafen wird gerne besucht.

Hafenmeisterbüro im Stadthafen

Svendborg hat einen guten Ruf im Schiffsbau. Neben Kopenhagen sind hier die meisten Reeder ansässig und die Ausbildung von vielen dänischen Seeleuten findet hier in den Ausbildungsstätten statt. Eine große Holzschiffswerft ist noch in Betrieb und Svendborg wird deshalb von vielen alten Segelschiffen angelaufen. Neben dem Fährhafen gibt es eine Kaianlage für die alten Schiffe und hier kann man die stolzen Oldtimer bewundern. Direkt daneben in einem alten Speicher befindet sich ein Restaurant mit dem Namen  „Restaurant5.dk “, da habe ich allerdings bisher nur einen Cappuccino zu mir genommen. Man kann sehr schön im Freien sitzen und  das Geschehen im Hafen beobachten. Mehr zum Pakhus: hier

Det gule Pakhus neben dem Museumshafen

Eine weitere Möglichkeit sich zu stärken hat man in dem Restaurantschiff im Stadthafen „ORANJE“ an der Jensens Mole. Der Vertrag als Liegeplatz läuft im September 2011 aus und wir sind gespannt, ob das Wahrzeichen des Stadthafens weiter dort liegen wird. Ab Juni 2011 liegt ein weiteres Restaurantschiff an der Kaimauer. Die  luxuriös ausgestattete „MS Sundance“ ist Cafe, Restaurant und Minihotel. Auch Ausstellung sollen dort stattfinden. An Bord gibt es öfter mal lebendige Musik, wie es in Dänemark heißt. Gleich neben dem Restaurantschiff ist die Anlegestelle des Oldtimers ”Helge” aus dem Jahre 1924. Es macht Sundfahrten nach Fahrplan und läuft auch die alte Schifferstadt Troense an und ebenfalls Valdemars Slot. Man kann an den Haltestellen einen oder mehrere Aufenthalte machen und so eine schöne Erkundungstour durch den Sund machen.

Svendborg – Museumshafen


>>>Die Einkaufsmöglichkeiten<<<
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Hier gibt es für alle was. Eine lange Shoppingmeile schlängelt sich durch die Stadt. Eine Vielzahl von unterschiedlichen Geschäften reihen sich aneinander. Ein paar schöne Plätze mit Sitzgelegenheiten in Cafes und Restaurants sind ebenso vertreten wie auch gemütliche Kneipen, Modeboutiquen, Fachgeschäfte und Kaufhäuser. Hier kann man Bummeln ohne Ende und es fällt schwer sich für ein Restaurant zu entscheiden. Das Zentrum liegt beim Rathaus und der Kirche „Vor Frue Kirke“. Diese Kirche liegt majestätisch auf einer kleinen Anhöhe. Unbedingt besichtigen, sie hat einen wunderschönen alten „PRÆDIKESTOLEN“, das ist da, von wo der Pastor zur Gemeinde spricht. Von der Decke hängen ein paar Segelschiffmodelle, wie man sie oft in den Kirchen im Norden findet.

>>>Veranstaltungen und Sehenswürdigkeiten<<<
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Das maritime Ereignis im August ist die Svendborg Classic Regatta, hier laufen viele alte Schiffe kommen aus Dänemark, Schweden und Deutschland. Ebenfalls feiert die Stadt im August die Svendborger Festtag. 7 Tage bietet die Stadt Musikveranstaltungen, Theateraufführung, Sportveranstaltung und ein Feuerwerk auf dem Svendborger Sund.

Fyn-Rund für Traditionsschiffe

Es gibt einige Schlösser im Umkreis von Svendborg, sie sind zwar noch im Privatbesitz und dienen auch noch als Wohnsitz, aber die Besitzer haben der Öffentlichkeit ihre Türen geöffnet.
Das Egeskov Slot im Norden von Svendborg ist ein Wasserschloss mit einer großen Parkanlage, 6 interessante Museen, Irrgärten und einem Wald-Spielplatz.
Valdemars Slot befindet sich auf der Insel Taasinge mehr dazu weiter unten. Herrenhof Broholm (1644) ist ein Spätgotischer Herrenhof. Es ist von Wassergräben und einem See umgeben und ist seit 1730 im Besitz der Familie Sehested. Ein kleines Privatmuseum mit Funden aus der Periode Steinzeit bis Mittelalter kann besichtigt werden. Die Familie vermietet auch Hotelzimmer und für Feiern kann man Räumlichkeiten mieten.


>>>Übernachtung<<<
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Hier hat man viele Möglichkeiten und man wählt je nach Geldbeutel und Anspruch zwischen Hotels, Ferienhäuser, Campingplätze und Jugendherbergen. Die Jugendherbergen in Dänemark heißen: Vandrerhjem. Das DANHOSTEL Svendborg Vandrerhjem befindet sich in der Innenstadt und hat einen guten Ruf. Hier kann man auch als Familie unterkommen, Fahrräder gibt es dort auch zum Leihen. Ferienhäuser und Campingplätze findet man im Umkreis von Svendborg reichlich. Auch wird Bed & Breakfast als Urlaubsform hier in Svendborg angeboten. Infos gibt es über das Sydfyns Turistbueau, Telefon 62210980 oder per Mail: turist@svendborg.dk

>>>Aktivitäten<<<
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Viele Möglichkeiten bieten sich hier. Ob Fahrradtouren, Meerkajak, Bootstouren oder Angeltouren. Badenixen können sich an einem herrlichen Strand vergnügen und ein Sommerbadeland „Svømmeland“ mit Wasserrutsche, Sauna, Solarium und Cafeteria gibt es auch noch. Auch Minigolf und natürlich auch einen Golfclub mit einem leicht hügeligen Platz, der von Wald und Feldern umgeben ist. Von den höchsten Punkten aus hat man eine einmalige Aussicht über das Südfünische Inselmeer. Das Inselmeer ist für alle Boote und Schiffe geeignet, ob Kanu oder 3-Mast-Schoner. Das Maritim-Center in Svendborg bietet Segeltörns auf eines ihrer Traditionsschiffe an. Im Angebot sind Tages-, Abend- oder Inseltörns. Und für Kinder gibt es noch einen Piratentörn.

Fähre im Hafen Svendborg

>>>Die Inseln<<<
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Ein paar Zeilen zu den kleinen Inseln im unmittelbaren Umfeld von Svendborg. Einige kann man wie oben beschrieben über Brücken erreichen und die anderen erreicht man mit der Fähre. Fährpläne und Infos gibt es im Handelshafen oder auf der Homepage der Stadt.

Taasinge
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Seit 1966 kann man Taasinge über eine Brücke erreichen. Schon von der Brücke bekommt man einen kleinen Eindruck über diese herrliche Inselwelt um Svendborg. Auf der Insel gibt es Apfelplantagen und herrliche Gärten zu sehen. Besonders das alte Fischerdorf Troense im Osten der Insel kann ich empfehlen. Viele alte Fachwerkhäuser aus dem 18. Jahrhundert geben einen schönen Rahmen und man kann hier wunderbar spazieren gehen. Entweder geht man am Strandvje entlang, genießt die Aussicht auf den Sund und die vorbeifahrenden Boote oder man geht an den gepflegten Gärten und Obstplantagen vorbei. Auf jeden Fall ist dieser Ort ein Besuch wert.

Ebenfalls muss ein Besuch von Valdemars Slot eingeplant werden. Von Troense kommt man über eine schöne Allee zum Schloss. Es ist das größte in Privatbesitz befindliche Schloss Dänemarks. Besichtigen kann man dort das Schlossmuseum, zur Anlage gehören auch noch das Museum für Trofæjagt und Etnografika (Jagd-Trophäen und Ethnographiken), Danmarks Museum für Lystsejlads (Freizeitboote) und Danmarks Legetøjsmuseum (Spielzeugmuseum). Also etwas für die ganze Familie.

Thurø
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Die Insel ist ebenfalls über eine kleine Brücke zu erreichen. Hier erlebt man Natur in Form von Strand, Wald und Wiesen. Eine schöne Kirche von 1639 gibt es im nördlichen Teil der Insel. Erwähnenswert sind noch der Minigolfplatz mit 20 handgegossenen, künstlerisch gestaltenten Zementbahnen und der Strand von Smørmosen, der ein großer Spielplatz ist

Drejø
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Nun heißt es rauf auf die Fähre und durch den Svendborgsund an den Inseln Skarø und Hjortø vorbei. Eine Insel mit einem schönen alten Dorf und viel Natur. Der alte Hafen war der einzige auf der Insel und ein Naturhafen. 1905 wurde dann der Fährhafen gebaut und ein kleiner Hafen für Sportboote (Tiefgang 2,50m). Allerdings klingt Fährhafen richtig groß, es ist aber ein kleiner verträumter Hafen.

Skarø
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Am Eingang des Svendborgsunds liegt die Insel Skarø, sie wird mit der Fährlinie nach Drejø erreicht. Hier findet man hauptsächlich Tagesbesucher, die auf der Insel wandern und Fahrradtouren machen. Hier gibt es ein Cafe und eine Räucherei. Skarø hat 21 Bewohner, die im Dorf Skarø wohnen. Im Fährhafen gibt es Liegemöglichkeiten für 50 Sportboote (Tiefe 2,5m). Ein besonderer Leckerbissen ist das Skarø-Eis, es wird aus Birkensaft hergestellt und soll ganz besonders lecker sein. Der Besuch von Skarø steht in diesem Jahr (2011) auf dem Programm und mehr dazu gibt es später, sowie die Fotos von der Insel.


Hjortø
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Hier ist die Welt noch in Ordnung, jedenfalls die Natur. Man erreicht diese verträumte Insel mit der kleinen Fähre von Svendborg. Es gibt keine Autos auf der Insel. Die 14 Bewohner haben hier ein Paradies, kinderfreundliche Strände und eine reiche Pflanzen- und Tierwelt. Zelten ist am Dorf gestattet, es gibt allerdings keine Verpflegungsmöglichkeit. Im Fährhafen gibt es zwar Liegeplätze für Boote, allerdings können nur ganz kleine Boote diesen Hafen anlaufen, da die Tiefe bei 1m liegt.

>>>Meine Empfehlung<<<
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Ob für den Wochenendausflug, die Kurzreise oder für einen Urlaub kann ich Euch Svendborg sehr empfehlen. Geeignet ist sowohl die Stadt als auch die Umgebung von Svendborg, auch besonders für Familien mit Kindern. Es gibt viele Strände auf den kleinen Inseln, die hervorragend für das Planschen und Spielen geeignet sind. Die Naturliebhaber kommen genauso auf ihre Kosten wie die Sportler. Die Wassersportler werden sich ganz besonders wohl fühlen, weil Svendborg eine Seefahrerstadt ist und das spürt an überall. Svendborg wird von uns oft in die Urlaubsroute eingeplant, denn es ist immer wieder ein Vergnügen ein paar Tage hier zu verbringen. Wir bummeln gerne durch die verwimkelten Einkaufsstraßen und genießen in den netten Cafes einen Cappo oder speisen direkt am Hafen und beobachten hier das Geschehen.

Weitere Fotos von Svendborg auf der Site von SY CARINA und bei Stockmaritime.de