Große Beltbrücke – Storebæltsbroen

Große Beltbrücke – Storebæltsbroen


Quelle: „own work“, used:http://www.openstreetmap.org, Urheber: Lencer

Der Große Belt (dänisch: Storebælt) ist das Seegebiet zwischen den dänischen Inseln Fünen  im Westen und Seeland  im Osten.


Die Große Beltbrücke  ist 18km lang und wurde im Sommer 1998  für den Verkehr freigegeben, sie ist das ganze Jahr über geöffnet. Die paraelle verlaufende Eisenbahnstrecke wurde schon ein Jahr früher in Betrieb genommen und verläuft neben der Ostbrücke im Tunnel, er liegt unter der Hauptfahrrinne des Großen Belts.

Der Brückenzug der Großen Beltbrücke besteht aus einer Hängebrücke, mit der dazwischen liegenden Insel Sprogö und dem westlichen Teil als Spannbeton-Hohlkastenbrücke.  Die Hängebrücke mit einer Gesamtlänge von 2694m und einer Spannweite von 1624m ist  die längste Hängebrücke Europas und steht an der dritten Stelle der Welt.

Die Pylonen aus Stahlbeton sind 254m hoch und der östliche Brückenabschnitt ist insgesamt 6.790m lang.

Unter den Brücken gibt es zwei betonne Durchfahrten, die Westrinne mit 18m Durchfahrtshöhe für die kleinen bis mittleren Schiffe und die Ostrinne mit 65m für die Großschifffahrt.

weitere Brücken werden hier vorgestellt:

Alte und Neue Lillebæltsbro

Brückeprojekt November

Diesmal möchte ich gleich zwei Brücken vorstellen, sie gehören zusammen, eine Neu und die andere Alt. Auf dem Foto im Vordergrund die alte und im Hintergrund die neue Lillebæltsbro (Kleine-Belt-Brücke). Für die Großansicht aufs Foto klicken.

Dicht bei der dänischen Stadt Middelfart verbinden zwei Brücken die Halbinsel Jütland mit der Insel Fünen. 1935 wurde die erste Lillebæltsbro gebaut, sie wird auch  Den gamle Lillebæltsbro genannt (alte Kleine-Belt-Brücke). Dieser Teil der Ostsee nennt sich Kleiner Belt. Es ist eine kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke über den Kleinen Belt. Die Brücke ist 1178m lang und besteht aus fünf stählernen Strombrücken (825m) und zwei Vorlandbrücken. Die nördliche hat fünf Stahlbetonbögen und die südliche Vorlandbrücke besteht aus 3 Bögen.

Auf dem Foto sieht man den nördlichen Teil der Brücke, man erkennt die 5 Bögen. Da der Kleine Belt zwischen der Insel Fünen und Jütland nur 700m breit ist, kommt in diesem Bereich zu starken Strömungen.  Sie werden durch die unterschiedlichen Wasserstände der westlichen Ostsee und dem Kattegat beeinflusst. Doch auch der Wind spielt eine Rolle,  kommt der Wind aus E und S bis SW geht der Strom nach Süd und bei anderen Windrichtungen herrscht Strömung nach Norden.

Den gamle Lillebæltsbro im Abendlicht.

An den Strömungskanten sieht man sehr oft viele Schweinswale, besonders bei der alten Lillebæltsbro, hier fischen sie oft gemeinsam. 10 Schweinswale haben wir schon dort gleichzeitig beobachten können.

1970 entstand die Ny Lillebæltsbro (deutsch: Neue Kleine-Belt-Brücke) als Hängebrücke, es war die erste Hängebrücke in Dänemark. Sie ist eine Autobahnbrücke und 1777m lang. Die Hauptspannweite beträgt 600m. Die lichte Höhe der Brücke beträgt 42m. Beide Brücken sind Mautfrei.

Diese Brücke war dringend erforderlich, immer wieder kam es zu langen Staus bei der alten Brücke.

Eine 6spurige Autobahn (E 20) führt über die Brücke. Die E20 verläuft quer über die Insel Fünen und dann weiter über die Große Belt Brücke, die Fünen mit Seeland verbindet.

Dicht bei der neuen Brücke steht ein alter Leuchtturm. Odde Strib Leuchtturm, er ist 21m hoch. Auf meinem Hintergrundbild und Header ist ebenfalls die neue Lillebæltsbro zu sehen.

weitere Brücken werden hier vorgestellt:

Fenster mit Katze

Gesehen habe ich das Fenster mit der Katze in der dänischen Stadt Fåborg auf der Insel Fünen. Die Katze beobachtete genau was ich machte, sie folgte mir mit ihrem Blick. Ich machte ein paar Aufnahmen von verschiedenen Standorten. Die Katze hatte Geduld und ich meine, es ist ein kleines Lächeln zu sehen.

Hier das dazu gehörende Haus, es steht in der Fußgängerzone und heißt „Det Blå Hus“. Es ist eine Wellness-Oase mit einer kleiner Butik. Am Ende der Straße seht Ihr das Fåborg Museum. Mehr zu dieser Stadt hier im Blog: Info Fåborg

Für Fensterliebhaber gibt es ein Fenster-Fotoprojekt bei Vera

Bogense

Stadtwanderung durch Bogense

Bogense ist die kleinste Stadt der Insel Fünen und liegt an der Nordküste, dort wo sich Kattegat und Kleiner Belt begegnen. Sie ist eine alte Handels- und Kaufmannsstadt mit vielen gut erhaltenen Häusern. Am alten Hafen entlang findet man viele nette Geschäfte und Lokale. Der alte Hafen war fast 100 Jahre lang Fischereihafen und ein Güterumschlagshafen. Viele Fischkutter hatten hier ihren Liegeplatz. Heute sind nur noch ein paar kleine Fischkutter an der Kaimauer. Neben dem alten Fischereihafen entstand eine moderne Marina mit vielen Liegeplätzen (670) und ist die größte Marina auf der Insel Fünen.

Die Adelgade beginnt beim alten Hafen und hier beginnt auch unsere Stadtwanderung. So viele schöne alte Häuser hat die Stadt Bogense und ich stelle mal ein paar vor.

Adelgade

Die Adelgade Nr. 13 –  der Holzhof
Das Touristbüro befindet sich in der Adelgade Nr. 13 im ehemaligen Holzhof. Dieses Haus ist ein alter Kaufmannshof der sehr gut  renoviert wurde. Eine Holzhandlung gab ihm den Namen, war außerdem mal ein Heim für Obdachlose, mal Arrest und auch mal eine Kaufmannsscheune.

Adelgade Nr. 13 - Holzhof

Adelgade Nr. 54 – Hempels Hof
Das Gebäude stammt wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert und wurde nach der Renovierung 1982 mit einem „Bewahrungspreis“ ausgezeichnet. Erst eine Färberei im 19. Jahrhundert und später verschiedene andere Geschäfte, wie Metzger, Kaffegeschäft und einen Fischhandel waren in diesem Haus untergebracht.

Adelgade Nr. 54 – Hempels Hof

Adelgade Nr. 56 – Bogense Hotel
Das Bogense Hotel wurde im Jahre 1822 als Gasthof gebaut und ist auch heute noch als Hotel (50 Zimmer) im Betrieb. Die heutige Fassade stammt aus dem Jahre 1852. Das Hotel war eins der wenigen Gebäude der Stadt, die bei dem großen Feuer im Jahr 1924 gerettet wurden.

Adelgade Nr. 56 - Bogense Hotel
Adelgade Nr. 56 - Bogense Hotel

Östergade Nr. 2 – Erik Menveds Kro
Der Kro (Gasthof) wurde 1543 gebaut und ist das älteste Gebäude der Stadt und der älteste Gasthof auf Fünen. König Erik Menved verlieh Bogense 1288 die Stadtrechte, der Gasthof wurde nach ihm benannt. Der Volksmund nennt das Haus auch „Das Auge“, ein früherer Eigentümer kalkte alle Fenster zu und machte dann wieder ein kleines Guckloch rein.

Østergade Nr. 2 - Erik Menveds Kro

Østergade Nr. 19 – Den Gamle Købmandsgård
Der Alte Kaufmannshof ist ein prachtvolles Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert. Es war immer ein wichtiges Handelshaus der Stadt. Heute findet man hier das schönste Möbelgeschäft Dänemarks –  Eigenwerbung.

Østergade Nr. 19 - Den Gamle Købmandsgård

Es hat einen schönen Erker mit einem Helmdach bis in den 1. Stock.

Erker mit Helmdach

Torvet – Der Marktplatz
Um den langgesteckten Marktplatz stehen kleine bunte Bürgerhäuser aus dem 19. Jahrhundert. Die Wasserpumpe ist eine Kopie der alten Wasserpumpe, die auf dem historischen Marktplatz stand.

Wasserpumpe
Wasserpumpe

Große alte Linden stehen rechts und links des Platzes.

Torvet - Der Marktplatz mit den Linden
Torvet - Der Marktplatz mit den Linden

Das Haus Torvet Nr. 15 ist eins der kleinsten Häuser Dänemarks, es hat eine Wohnfläche von 23qm. Es war früher das Zuhause von einer Familie mit fünf Kindern.

Torvet Nr. 15 - Kleines weißes Haus 23qm

St. Nicolai Kirche
Sie ist das Wahrzeichen der Stadt und wurde 1406 gebaut. Der Kirchturm, der mit Eichenschindel gedeckt ist, steht nicht wie sonst üblich westlich sondern östlich, weil er früher auch als Seezeichen diente. Ganz oben auf der Kirchturmspitze befindet sich eine große goldene Kugel. Diese Kugel wird bei Reparaturen des Turms immer heruntergenommen und eine Flasche mit Informationen des gesellschaftlichen Lebens von Bogense wird dann hineingelegt. Einige alte Flaschen sind noch in der Kugel enthalten. Einige Flaschen wurden von Soldaten im zweiten Weltkrieg zerstört, weil sie auf die Kugel geschossen haben.

St. Nicolai Kirche

St. Annagade isst die älteste Straße der Stadt, hier finde ich zwei alte Gebäude. Das alte Rathaus von 1847 ist heute das private Haus des dänischen Malers Frank Hammershøj.


Das alte Rathaus - Privathaus Hammershøj

Gegenüber steht die alte Bogense Technische Schule, heute toben dort die Kinder, es ist ein Kindergarten.

alte Bogense Technische Schule - Kindergarten

Mitten in der Stadt taucht ein kleiner Bach auf, der Fußweg am Bachlauf führt direkt am alten Kaufmannshof, den Sophus Jensens Hof vorbei. Der Bach diente früher als Waschplatz, Wasserreserve und Trinkwasserversorgung. Der Bach entspringt beim Reveldrup und im Mittelalter galt er als heilende Quelle.

Bach beim S. Jensens HofBach beim S. Jensens Hof

Mehr Fotos vom Bachlauf

Das heutige Rathaus wurde von 1919 – 1921 gebaut. Es hat ein schönes Glockenspiel mit 18 Glocken, das mehrmals täglich verschiedene Lieder spielt. Es ist ein Geschenk der Bürger anlässlich des 700. Geburtstags der Stadt (1988).

Das heutige Rathaus

Der Wasserturm mit Aussichtsplattform wurde 1910 gebaut. Ursprünglich sollte er auf dem Marktplatz gebaut werden, dass wurde von der Bevölkerung aber abgelehnt. Von der Aussichtsplattform hat meinen einen schönen Blick über die Stadt, auf die Insel Æbelø und auf das Meer.

Wasserturm

Manneke Pis
Die Statur des Manneke Pis ist eine Kopie des berühmten Manneke in Brüssel. Es ist ein Geschenk eines Bewohners der Stadt Bogense. Dieser Mann wurde als Säugling auf der Fähre in Bogense gefunden. Es gab früher eine Fährlinie zwischen Bogense und dem jütländischen Klakring bei Juelsminde. Da die Eltern nicht ausfindig gemacht werden konnten, wurde der Junge vom Metzger adoptiert. Da die Geschichte des Manneke Pis seiner ähnelte, schenkte er der Stadt eine Kopie der Statur.  Zu besonderen Gelegenheiten und Festen wird die Figur verkleidet, mittlerweile hat Manneke Pis schon eine vielseitige Garderobe.

Manneke Pis

Fåborg – eine Stadt in der Dänischen Südsee

55° 02,14 ´ N
09° 25,33 ´ E

Fåborg liegt auf Fünen und in der so genannten dänischen Südsee. Es ist eine der dänischen Lieblingsstädte unserer Familie. Denn nicht nur der Hafen bietet viel, sondern auch der alte Stadtkern ist sehenswert.

Fåborg


Allgemeines
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Nur einige Städte in Dänemark haben so eine schöne Lage wie Fåborg. Die kopfsteingepflasterten Gassen zwischen den alten Häusern mit dem massiven Glockenturm und dem mittelalterlichen Stadttor, hinter dem die alten Kaufmannshöfe liegen, sucht in Dänemark seinesgleichen. Hinzu kommt noch der neu gestaltete Hafen, der oft von Fahrtenseglern und Traditionssegler angelaufen wird.

Hafeneinfahrt


Geschichte
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Erwähnt wird Fåborg zum ersten Mal in einer Urkunde von 1229, als Valdemar Sejr die Stadt seiner Schwiegertochter Eleonore von Portugal schenkte. In den Jahren 1672, 1715 und 1728 zerstörten große Stadtbrände viele Höfe und Häuser. In der Mitte des 18. Jahrhundert blühte die Stadt kurz auf, zu dieser Zeit hatte die Stadt Fåborg die größte Zahl von Schiffen unter den Städten Fünens. 1880 belief sich die Einwohnerzahl auf 3476 und der Getreidehandel erreichte seinen Höhepunkt, ebenso der Branntweinhandel. Auch gab es zwei Eisengießereien und der Betrieb am Hafen nahm zu. Große Hoffnung setzt man in den Bau der Eisenbahn, aber damals bekam Fåborg leider keinen Eisenbahnanschluss. Später war es dann zu spät, da hatten Odense und Svendborg schon einen großen Vorsprung in Handel und Industrie. Heute spielt der Tourismus neben dem Einzelhandel eine große Rolle, denn Fåborg versorgt das recht große Hinterland.

Der alte Stadtkern
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Ganz besonders möchte ich auf den alten Stadtkern hinweisen, eine Wanderung durch das alte Fåborg ist nicht nur informativ sondern auch sehr abwechslungsreich. Alte Kaufmannshöfe, hübsche Stadthäuser, Cafés und Geschäfte bilden einen charmanten Stadtkern. Mit meinen Segelfreunden habe ich eine Stadtführung veranstaltet. Ich habe mir ein kleines Buch über das alte Fåborg gekauft und bin mit ihnen durch die Stadt spaziert. Mir hat es Spaß gemacht und die Freunde waren von der Stadt begeistert. Heute werde ich versuchen die Highlights der Stadtführung hier vorzustellen.

Teil der Holkegade
Stadtführung durch das alte Fåborg
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Die Wanderung beginnt in der Holkegade. Hier reihen sich die Schönheiten aneinander und es gibt nicht viele Straßen in Dänemark, die sich mit ihr messen können. In der Holkegade Nr. 2 gibt es zwei malerische Häuser, die aber eine Einheit bilden. Die Schmiedehäuser hatten jeweils eigene Bauherren, 1730 entstanden sie nach dem Brand, bei dem das ganze Viertel dem Feuer zum Opfer fiel.
Schmiedehäuser,
Schmiedehäuser

Holkegade Nr. 3 ist ein Erkerhaus das Anfang 18. Jahrhundert von einem reichen Kaufmann und Reeder gebaut wurde. Es gehören ein Vorderhaus, Seitengebäude und ein Lagerhaus dazu. Es fiel ebenfalls kurze Zeit später den Flammen zum Opfer. Die Witwe des Kaufmanns, denn er starb nach dem Brand, baute den Hof wieder auf. Dieser Hof ist jetzt 250 Jahre alt und zählt zu den schönsten Fachwerkhäusern Fåborgs. Teilweise wurden die Wände verputzt, doch sonst wurde alles unverändert gelassen.
Das Nachbarhaus Holkegade 1, wird „Den gamle Gård“ (Der alte Hof) genannt und ist ebenfalls ein Kaufmannshof. Der Besitzer hatte mehrere Schiffe und betrieb einen bedeutenden Handel mit Getreide. Die Schiffe transportierten Getreide von Norddeutschland nach Norwegen. Das Haus ist gebaut, wie es im 18. Jahrhundert in Fåborg Sitte war, mit einem hohen Sockel und einer Fachwerkfassade mit vorspringendem Erkervorbau. Heute befindet sich in diesem Hof das Heimatmuseum.

Den Gamle Gård – Heinmatmuseum

Den Abschluss der Holkegade bildet die Apotheke. Fåborg hatte 1737 erstmals eine Apotheke,  sie wurde 1880 erbaut und ist ein sehr prächtiges Bauwerk. Die Holkegade ist insgesamt eine hyggelige Straße.

Apotheke

Vorbei am alten Rasmussens Hotel gehen wir weiter zum Markt. Mitten auf dem Markt findet man einen sehr umstrittenen Brunnen. Es ist ein Werk des Bildhauers Kai Nielsen und ein Geschenk des Fabrikanten Mads Rasmussen. Viele Bewohner konnten sich nicht mit dem Brunnen anfreunden. Es zeigt den Helden Ymer, während er von der Kuh Milch trinkt und zwar in einer eigenartigen Stellung. Mittlerweile haben sich alle damit abgefunden und freuen sich über die großartige Spende des Mads Rasmussen.

Brunnen
Brunnen Marktplatz
Wir wenden uns nun dem bekanntesten Bauwerk Fåborgs zu, dem Glockenturm. Er ist ein Rest des Kirchengebäudes und wurde im 15. Jahrhundert erbaut. Ursprünglich hatte er vier Giebel, 1778 erhielt er den heutigen achteckigen Abschluss mit spitzer Haube und Laterne. Während der Turm umgebaut wurde, ist die Kirche abgerissen worden. Es führen 101 Stufen hinauf zum Turm. Man kann ihn besichtigen und von dort oben die Aussicht genießen.
Der Glockenturm

Die Ostergade ist heute eine Fußgängerzone und war in alter Zeit die Hauptstraße der Stadt. Hier gibt es einige sehenswerte Häuser. Eins davon werde ich hier erwähnen. Die Nr. 1 ist Poul Kinafarers Hof, der Besitzer hieß mit bürgerlichem Namen Poul Jakobsen.

Poul Kinafarers Hof
Poul Kinafarers Hof

Er verließ mit 18 Jahren die Stadt und fuhr zur See. Dreimal war er in China und diese Fahrten gaben ihm den Beinamen „Kinafarer“. Die Fahrten bescherten ihm Reichtum, in dem er chinesische Waren kaufte und sie auf eigene Rechnung verkaufte. Nach einer reichen Heirat kaufte er den Hof in der Ostergade. In dem 18 Fach, zwei Geschoß großem Fachwerkvorderhaus wohnte er und in dem Hinterhaus richtete er die Lager ein. Heute ist nur noch das Hinterhaus (2 Geschosse, 15 Fach) erhalten. Das aber einen Eindruck über den Wohlstand vermittelt.

Hof an der Fußgängerzone
Am Ende der Ostergade sieht man auf den Konservenhof der Familie Mads Rasmussen, genannt „Mads Tomat“. 1899 gehörte ihm der Konservenhof und er wurde Direktor der neu gegründeten „Dänischen Wein- und Konservengesellschaft“. Fruchtsäfte, Konserven und ganz besonders Tomatensäfte fanden sein Interesse, daher auch der Name „Mads Tomat“. Er machte sich aber nicht nur um die Wirtschaft verdient, er war auch Mittelpunkt der Kunstszene und so kamen Ende des 19. Jahrhunderts viele Künstler in der Stadt. Dazu aber später mehr, denn Fåborg hat auch ein Kunstmuseum. Durch ein Tor kommt man in den Innenhof, hier steht ein mächtiger Walnussbaum. Die Seitengebäude sind unscheinbar, aber das Hinterhaus aus Fachwerk ist sehenswert. 1760 wurde es eingeschossig erbaut und hundert Jahre später wurde ein zweites Geschoß zugefügt. Die Remise wurde geöffnet, damit man auf das hintere Grundstück gelangen konnte, wo früher die Fabrik stand.
Fußgängerzone und Kunstmuseum

Nachbar des Konservenhofes ist das Kunstmuseum. 1912 – 15 wurde das Museum gebaut. Da das Grundstück sehr schmal und lang ist, war der Architekt Prof. C. Petersen sehr gefordert. Er hat die Aufgabe super gelöst. Das Museum hat einen vorgezogenen tempelähnlichen Eingang mit eigenem Dach. Die Vorhalle ist in grün gehalten und der erste kleine Saal wird von einer Statur des Bildhauers Kai Nielsen beherrscht. Sie zeigt den Kunstmäzens Mads Rasmussen und ist sehr beeindruckend. Mads Rasmussen stellte jedes Jahr einen Betrag für den Ankauf fünischer Kunst zur Verfügung und so kann man heute die Früchte seines Werks im Museum bewundern. Das Museum ist jetzt eine selbständige Stiftung und zeigt die größte Gemäldesammlung fünischer Maler.

Eingang Kunstmuseum

Ein Besuch der Heiliggeistkirche liegt als nächstes an. Sie ist eine alte Klosterkirche, die nach dem Abriss der alten Nikolaikirche als Pfarrkirche diente. Begonnen wurde mit dem Bau bei Klostergründung im Jahr 1480. Zuerst entstanden der Chor und das Kloster, das 1530 schon wieder abgerissen wurde. Das Kirchenschiff wurde später angebaut. Fertigstellung der Kirche war erst im 16. Jahrhundert. Sie sieht sehr prächtig aus und doch etwas ungewöhnlich, weil das Mittelschiff der Kirche niedriger gebaut wurde, als ursprünglich geplant. Dadurch gehen die Dachflächen der Seitenschiffe fast in das Dach des Mittelschiffes über. Das Inventar der Kirche stammt aus dem Jahre 1858, als die Kirche restauriert wurde. Sie ist innen wie außen sehenswert.

Vor dem Vesterport (Westtor), das aus dem Mittelalter stammt, wie auch die Kirche und der Glockenturm, liegt der Plougs Hof. Ein prächtiger Hof mit Tor um 1775 erbaut. Das Fachwerkhaus wurde 1880 mit einer massiven Fassade versehen und zweigeschossig umgebaut. Das Tor, Vesterport, war Teil der mittelalterlichen Befestigung und hatte bis zum Umbau 1939 drei Gewölbe. Hier wurde Zoll für die Waren bezahlt, die man in die Stadt einführte. Oft wurde über einen Abriss des Tores nachgedacht, doch zum Glück bliebt es immer nur beim dem Gedanken. Heute ist es saniert und keiner denkt mehr an Abriss.

Vesterport

Einen Hof in der Vestergade möchte ich noch erwähnen: „Den Voigtske Gård“  Hier lebte Riborg Voigt, die erste große Liebe H.C.Anders. Er besuchte seinen Schulfreund Christian und verliebte sich in seine Schwester Riborg. Für sie schrieb er das Gedicht: „To brune Øjne“ –  „Zwei braune Augen“ Die Liebe hatte keine Zukunft, denn Riborg war schon verlobt. Der Bauernhof wurde zuletzt in 1837-1838 erweitert, heute ist er noch im ursprünglichen Zustand.

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„Den Voigtske Gård“

Hiermit ist der virtuelle Rundgang durch den alten Stadtkern beendet. Wer jetzt Lust auf mehr hat, der sollte unbedingt einen Besuch dieser schönen Stadt planen.
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Hafen und Meer
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Aber auch wer keine Lust auf alte Gemäuer hat, der wird Fåborg lieben, denn es hat auch noch eine maritime Seite, den Hafen.
Hafeneinfahrt Stadthafen

Hier ist immer was los, Yachten, Fischer, kleine Fähren und große Oldtimer sorgen für Programm. Entweder sitzt man in der Räucherei und genießt den Fisch oder vor dem Hotel bei einem Kaffee oder Bier und beobachtet das Leben im Hafen. Der Hafen wurde erst kürzlich neu gestaltet und lädt zum Bummeln ein.

Stadthafen
Mit der Fähre kann man den kleinen Inseln vor Fåborg einen Besuch abstatten. Sie sind sehr idyllisch und man hat Natur pur. Das gilt für alle drei Insel: Lyø (150 Bewohner), Avernakø (120) und die kleinste Bjørnø (40). Die Inselfähre zum kleinen Insel Bjørnø heißt „Lille Bjørn“, mehr Informationen findet man hier. Für Lyø und Avernakø gibt es eine gemeinsame Fähre, sie fährt Fåborg – Lyø – Avernakø – Fåborg. Informationen gibt es hier . Eine weitere Fähre fährt von Fåborg nach Søby auf Ærø, auch diese Fährlinie hat eine Homepage: Link.
Kunst am Hafen

Abschluss
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Fåborg ist ein Besuch wert und bietet für jeden etwas. Ob Familienausflug, Wochenendbesuch, Stadtbesichtigung oder Angelausflug, hier gibt es viel zu sehen, zu genießen (ganz besonders frischen Fisch) und zu erleben. Diese idyllische Stadt, die das alte Milieu einer Kaufmannsstadt bewahrt hat, kann ich allen empfehlen.

Svendborg

Svendborg ist die Hauptstadt von Fünen und dem Inselmeer, dazu zählen Taasinge und Thurø, es sind die größeren Inseln und beide haben eine Brückenverbindung nach Fünen. Zu den kleinen Inseln wie Hjortø, Skarø und Drejø muss man die kleinen Fähren benutzen. Die Fahrt mit der Fähre durch den Svendborgsund und weiter ins Inselmeer hinaus, ist für sich schon ein tolles Naturerlebnis!

>>>Die Stadt<<<
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Svendborg darf sich schon Stadt (26.500 Einwohner) nennen, sie ist groß genug und doch noch klein genug um gemütlich zu sein. Mit diesem Slogan macht die Stadt Svendborg auf sich aufmerksam. Sie besteht schon seit dem 13. Jahrhundert und nannte sich „Swineburg” (Schweineburg). Svendborg spielte eine große Rolle im Leben der Handelsleute und Handwerker und als Hafenstadt zählte sie dann zu den wichtigsten Handelsstädten Skandinaviens. Im Stadtkern gibt es noch viele alte Gassen und man spürt noch einen Hauch von Mittelalter. Svendborg ist eine gute Kombination aus Alt und Neu und liegt als Ausgangspunkt für Ausflüge per Auto, Schiff und Bahn sehr günstig. Eine Erkundungsreise ins Inselmeer kann ich nur empfehlen.

Altstadt

>>>Der Hafen<<<
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Svendborg ist eine Seefahrerstadt und darauf ist man stolz. Das Herz von Svendborg schlägt im Hafen. Hier ist Leben und es gibt viel zu sehen. Der Hafen teilt sich auf in den Handelshafen mit Fährbetrieb und den Stadthafen mit Liegemöglichkeiten für Sportboote. Einen speziellen Sportboothafen gibt es auch noch und er hat eine sehr außergewöhnliche Form, der Hafen hat eine runde Hafenmole und die Schiffe liegen im großen Kreis nebeneinander. Im Stadthafen wurde ein neues Hafenmeisterbüro angelegt, es ist ein schwimmendes Büro und die Sportboote liegen gleich daneben am Steg. Im Stadthafen gibt es viele Gastliegeplätze für Wassersportler, der Hafen wird gerne besucht.

Hafenmeisterbüro im Stadthafen

Svendborg hat einen guten Ruf im Schiffsbau. Neben Kopenhagen sind hier die meisten Reeder ansässig und die Ausbildung von vielen dänischen Seeleuten findet hier in den Ausbildungsstätten statt. Eine große Holzschiffswerft ist noch in Betrieb und Svendborg wird deshalb von vielen alten Segelschiffen angelaufen. Neben dem Fährhafen gibt es eine Kaianlage für die alten Schiffe und hier kann man die stolzen Oldtimer bewundern. Direkt daneben in einem alten Speicher befindet sich ein Restaurant mit dem Namen  „Restaurant5.dk “, da habe ich allerdings bisher nur einen Cappuccino zu mir genommen. Man kann sehr schön im Freien sitzen und  das Geschehen im Hafen beobachten. Mehr zum Pakhus: hier

Det gule Pakhus neben dem Museumshafen

Eine weitere Möglichkeit sich zu stärken hat man in dem Restaurantschiff im Stadthafen „ORANJE“ an der Jensens Mole. Der Vertrag als Liegeplatz läuft im September 2011 aus und wir sind gespannt, ob das Wahrzeichen des Stadthafens weiter dort liegen wird. Ab Juni 2011 liegt ein weiteres Restaurantschiff an der Kaimauer. Die  luxuriös ausgestattete „MS Sundance“ ist Cafe, Restaurant und Minihotel. Auch Ausstellung sollen dort stattfinden. An Bord gibt es öfter mal lebendige Musik, wie es in Dänemark heißt. Gleich neben dem Restaurantschiff ist die Anlegestelle des Oldtimers ”Helge” aus dem Jahre 1924. Es macht Sundfahrten nach Fahrplan und läuft auch die alte Schifferstadt Troense an und ebenfalls Valdemars Slot. Man kann an den Haltestellen einen oder mehrere Aufenthalte machen und so eine schöne Erkundungstour durch den Sund machen.

Svendborg – Museumshafen


>>>Die Einkaufsmöglichkeiten<<<
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Hier gibt es für alle was. Eine lange Shoppingmeile schlängelt sich durch die Stadt. Eine Vielzahl von unterschiedlichen Geschäften reihen sich aneinander. Ein paar schöne Plätze mit Sitzgelegenheiten in Cafes und Restaurants sind ebenso vertreten wie auch gemütliche Kneipen, Modeboutiquen, Fachgeschäfte und Kaufhäuser. Hier kann man Bummeln ohne Ende und es fällt schwer sich für ein Restaurant zu entscheiden. Das Zentrum liegt beim Rathaus und der Kirche „Vor Frue Kirke“. Diese Kirche liegt majestätisch auf einer kleinen Anhöhe. Unbedingt besichtigen, sie hat einen wunderschönen alten „PRÆDIKESTOLEN“, das ist da, von wo der Pastor zur Gemeinde spricht. Von der Decke hängen ein paar Segelschiffmodelle, wie man sie oft in den Kirchen im Norden findet.

>>>Veranstaltungen und Sehenswürdigkeiten<<<
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Das maritime Ereignis im August ist die Svendborg Classic Regatta, hier laufen viele alte Schiffe kommen aus Dänemark, Schweden und Deutschland. Ebenfalls feiert die Stadt im August die Svendborger Festtag. 7 Tage bietet die Stadt Musikveranstaltungen, Theateraufführung, Sportveranstaltung und ein Feuerwerk auf dem Svendborger Sund.

Fyn-Rund für Traditionsschiffe

Es gibt einige Schlösser im Umkreis von Svendborg, sie sind zwar noch im Privatbesitz und dienen auch noch als Wohnsitz, aber die Besitzer haben der Öffentlichkeit ihre Türen geöffnet.
Das Egeskov Slot im Norden von Svendborg ist ein Wasserschloss mit einer großen Parkanlage, 6 interessante Museen, Irrgärten und einem Wald-Spielplatz.
Valdemars Slot befindet sich auf der Insel Taasinge mehr dazu weiter unten. Herrenhof Broholm (1644) ist ein Spätgotischer Herrenhof. Es ist von Wassergräben und einem See umgeben und ist seit 1730 im Besitz der Familie Sehested. Ein kleines Privatmuseum mit Funden aus der Periode Steinzeit bis Mittelalter kann besichtigt werden. Die Familie vermietet auch Hotelzimmer und für Feiern kann man Räumlichkeiten mieten.


>>>Übernachtung<<<
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Hier hat man viele Möglichkeiten und man wählt je nach Geldbeutel und Anspruch zwischen Hotels, Ferienhäuser, Campingplätze und Jugendherbergen. Die Jugendherbergen in Dänemark heißen: Vandrerhjem. Das DANHOSTEL Svendborg Vandrerhjem befindet sich in der Innenstadt und hat einen guten Ruf. Hier kann man auch als Familie unterkommen, Fahrräder gibt es dort auch zum Leihen. Ferienhäuser und Campingplätze findet man im Umkreis von Svendborg reichlich. Auch wird Bed & Breakfast als Urlaubsform hier in Svendborg angeboten. Infos gibt es über das Sydfyns Turistbueau, Telefon 62210980 oder per Mail: turist@svendborg.dk

>>>Aktivitäten<<<
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Viele Möglichkeiten bieten sich hier. Ob Fahrradtouren, Meerkajak, Bootstouren oder Angeltouren. Badenixen können sich an einem herrlichen Strand vergnügen und ein Sommerbadeland „Svømmeland“ mit Wasserrutsche, Sauna, Solarium und Cafeteria gibt es auch noch. Auch Minigolf und natürlich auch einen Golfclub mit einem leicht hügeligen Platz, der von Wald und Feldern umgeben ist. Von den höchsten Punkten aus hat man eine einmalige Aussicht über das Südfünische Inselmeer. Das Inselmeer ist für alle Boote und Schiffe geeignet, ob Kanu oder 3-Mast-Schoner. Das Maritim-Center in Svendborg bietet Segeltörns auf eines ihrer Traditionsschiffe an. Im Angebot sind Tages-, Abend- oder Inseltörns. Und für Kinder gibt es noch einen Piratentörn.

Fähre im Hafen Svendborg

>>>Die Inseln<<<
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Ein paar Zeilen zu den kleinen Inseln im unmittelbaren Umfeld von Svendborg. Einige kann man wie oben beschrieben über Brücken erreichen und die anderen erreicht man mit der Fähre. Fährpläne und Infos gibt es im Handelshafen oder auf der Homepage der Stadt.

Taasinge
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Seit 1966 kann man Taasinge über eine Brücke erreichen. Schon von der Brücke bekommt man einen kleinen Eindruck über diese herrliche Inselwelt um Svendborg. Auf der Insel gibt es Apfelplantagen und herrliche Gärten zu sehen. Besonders das alte Fischerdorf Troense im Osten der Insel kann ich empfehlen. Viele alte Fachwerkhäuser aus dem 18. Jahrhundert geben einen schönen Rahmen und man kann hier wunderbar spazieren gehen. Entweder geht man am Strandvje entlang, genießt die Aussicht auf den Sund und die vorbeifahrenden Boote oder man geht an den gepflegten Gärten und Obstplantagen vorbei. Auf jeden Fall ist dieser Ort ein Besuch wert.

Ebenfalls muss ein Besuch von Valdemars Slot eingeplant werden. Von Troense kommt man über eine schöne Allee zum Schloss. Es ist das größte in Privatbesitz befindliche Schloss Dänemarks. Besichtigen kann man dort das Schlossmuseum, zur Anlage gehören auch noch das Museum für Trofæjagt und Etnografika (Jagd-Trophäen und Ethnographiken), Danmarks Museum für Lystsejlads (Freizeitboote) und Danmarks Legetøjsmuseum (Spielzeugmuseum). Also etwas für die ganze Familie.

Thurø
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Die Insel ist ebenfalls über eine kleine Brücke zu erreichen. Hier erlebt man Natur in Form von Strand, Wald und Wiesen. Eine schöne Kirche von 1639 gibt es im nördlichen Teil der Insel. Erwähnenswert sind noch der Minigolfplatz mit 20 handgegossenen, künstlerisch gestaltenten Zementbahnen und der Strand von Smørmosen, der ein großer Spielplatz ist

Drejø
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Nun heißt es rauf auf die Fähre und durch den Svendborgsund an den Inseln Skarø und Hjortø vorbei. Eine Insel mit einem schönen alten Dorf und viel Natur. Der alte Hafen war der einzige auf der Insel und ein Naturhafen. 1905 wurde dann der Fährhafen gebaut und ein kleiner Hafen für Sportboote (Tiefgang 2,50m). Allerdings klingt Fährhafen richtig groß, es ist aber ein kleiner verträumter Hafen.

Skarø
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Am Eingang des Svendborgsunds liegt die Insel Skarø, sie wird mit der Fährlinie nach Drejø erreicht. Hier findet man hauptsächlich Tagesbesucher, die auf der Insel wandern und Fahrradtouren machen. Hier gibt es ein Cafe und eine Räucherei. Skarø hat 21 Bewohner, die im Dorf Skarø wohnen. Im Fährhafen gibt es Liegemöglichkeiten für 50 Sportboote (Tiefe 2,5m). Ein besonderer Leckerbissen ist das Skarø-Eis, es wird aus Birkensaft hergestellt und soll ganz besonders lecker sein. Der Besuch von Skarø steht in diesem Jahr (2011) auf dem Programm und mehr dazu gibt es später, sowie die Fotos von der Insel.


Hjortø
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Hier ist die Welt noch in Ordnung, jedenfalls die Natur. Man erreicht diese verträumte Insel mit der kleinen Fähre von Svendborg. Es gibt keine Autos auf der Insel. Die 14 Bewohner haben hier ein Paradies, kinderfreundliche Strände und eine reiche Pflanzen- und Tierwelt. Zelten ist am Dorf gestattet, es gibt allerdings keine Verpflegungsmöglichkeit. Im Fährhafen gibt es zwar Liegeplätze für Boote, allerdings können nur ganz kleine Boote diesen Hafen anlaufen, da die Tiefe bei 1m liegt.

>>>Meine Empfehlung<<<
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Ob für den Wochenendausflug, die Kurzreise oder für einen Urlaub kann ich Euch Svendborg sehr empfehlen. Geeignet ist sowohl die Stadt als auch die Umgebung von Svendborg, auch besonders für Familien mit Kindern. Es gibt viele Strände auf den kleinen Inseln, die hervorragend für das Planschen und Spielen geeignet sind. Die Naturliebhaber kommen genauso auf ihre Kosten wie die Sportler. Die Wassersportler werden sich ganz besonders wohl fühlen, weil Svendborg eine Seefahrerstadt ist und das spürt an überall. Svendborg wird von uns oft in die Urlaubsroute eingeplant, denn es ist immer wieder ein Vergnügen ein paar Tage hier zu verbringen. Wir bummeln gerne durch die verwimkelten Einkaufsstraßen und genießen in den netten Cafes einen Cappo oder speisen direkt am Hafen und beobachten hier das Geschehen.

Weitere Fotos von Svendborg auf der Site von SY CARINA und bei Stockmaritime.de

Åbenrå – Aabenraa

Slotgade
Slotgade
Åbenrå ist eine dänische Stadt in der Nähe der Grenze zu Deutschland. Der südliche Teil von Jütland nannte sich früher Nordschleswig, heute Syddanmark. Nordschleswig gehörte zum Herzogtum Schleswig. Ab 1920 ist dieser Teil nach einer Volksabstimmung Dänemark zugeteilt worden. Åbenrå  liegt am Ende des Åbenråfjords, sie hat 15.760 Einwohner (2011). Åbenrå hat sich lange gegen die Schreibweise mit dem Kringel oder Klops auf dem A gewehrt, seit 1984 ist die  lokal bevorzugte Schreibweise „Aabenraa“ als Nebenform wieder erlaubt. Damit liegt Aabenraa in alphabetischen Listen wieder ganz vorne, Å ist der letzte Buchstabe im dänischen Alphabet.

Nördlich von Flensburg, etwa 30 Kilometer entfernt, findet man eine gemütliche oder wie die Dänen sagen hygelige Stadt mit einem alten Stadtkern, der sehenswert und gut erhalten ist. Am Vægterplads (Wächterplatz) und der Jomfrugang (Jungfrauengang) stehen die idyllische Häuschen der Stadtwächter und die gut erhaltenen Giebelhäuser „Tresuren“ und „Der blinde Esel“ sowie ein Langhaus aus dem Jahre 1744.

Vægterplads (Wächterplatz)
Etwas außerhalb von Åbenrå verläuft der alte Heerweg oder auch Ochsenweg genannt. Er wurde von Händlern in Ochsenkarren, den Ochsentreibern mit ihren Tieren und frommen Pilgern bevölkert. In Kriegszeiten diente der Weg dem Heer als Marschweg – daher der Name.
In der Nähe des Heerweges steht ein Runenstein – Haerulfstein  – aus der Zeit um 900, der zu den ältesten des dänischen Königreiches zählt. Preußens Prinz Friederich Karl entführte den Stein 1864, er wurde aufgestellt beim Jagdschloss Dreilinden/Potsdam. 1952 wurde der Stein zurückgegeben und wurde bei Hovslund, in der Nähe von Åbenrå wieder aufgestellt. Die Runeninschrift lautet:  „Hairulfr“ deshalb Hærulf.

Runenstein – Haerulfstein
Ebenfalls am Heerweg liegt die Immervad Bro, eine Steinbalkenbrücke , sie wurde im Jahre 1786 erbaut und war Teil des Heerweges. Sie ist heute die älteste erhaltene Brücke dieser alten Fernverbindung. Der Fluss, den die Immervad Bro damals überquerte, fließt heute durch ein neues Flussbett, die Konstruktion der Immervad Bro kann man also studieren ohne nasse Füße zu bekommen. Die Granitblöcke brachten die Gletscher der Eiszeit, die Brücke ist aus einem einzigen Granitblock gebaut.

Immervad Bro
Immervad Bro
Bei Hjordkær liegt ein Zeugnis der Frühgeschichte, das zu den herausragendsten in Südjütland zählt. Die Hjulgraven genannte Steinsetzung wurde von Menschen der Stein- und Bronzezeit genutzt. Das rekonstruierte Steinzeitaltergrab hat einen radförmigen Steinwall, der damals das Symbol des Sonnengottes war. Hjulgraven ist über 4000 Jahre alt und diente wahrscheinlich als Gräberfeld und Versammlungsort der einheimischen Bevölkerung. Es ist das einzig bekannte seiner Art.

Hjulgraven

Åbenrå ist eine Stadt der Seefahrer, schon im 18. Jahrhundert war Åbenrå eine Seefahrts- und Werftstadt. Auch heute noch ist Åbenrå mit dem Segelsport eng verbunden, viele erfolgreiche Segler kommen aus dieser Ecke. Elvström, Jesper Bank um nur einige zu nennen. Im Handels- oder Stadthafen ist noch reger Schiffsverkehr und auch die alten Segelschiffe laufen gerne den alten Stadthafen von Åbenrå an. Für die Sportschiffe gibt es eine gemeinsame Marina vom Segelclub ABC (ÅbenråBådClub)und ASC (ÅbenråSejlclubClub), von See kommend die rechte Seite gehört dem ABC und hier hat Carina seinen Liegeplatz. Dieser Liegeplatz ist seit ein paar Jahren im Sommer immer frei und mit einem grünen Schild versehen, denn wir segeln die gesamte Saison von April – Okt. Hafenmeister Jan freut sich über Gäste und heißt sie herzlich willkommen. Man liegt hier bei allen Windrichtungen sehr gut geschützt. Das Sanitärhaus ist neu gebaut und bietet neben Duschen und Toiletten auch eine Waschmaschine und einen Trockner. Neu angelegt wurde auch ein Kinderspielplatz mit Kletterhaus und Rutsche. Um das Clubhaus herum findet man immer eine windgeschützte Ecke zum Grillen.

Yachthafen Aabenraa

Der Nachbarclub ASC hat ein eigenes Sanitärhaus, sowie einen Kinderspielplatz. Außerdem befindet sich im Clubhaus noch ein Restaurant.
Nur wenige Gehminuten vom Hafen und man befindet sich mitten in der Stadt. Åbenrå hat eine sehr schöne Fußgängerzone und es ist eine der längsten auf dem Festland. Direkt neben dem Hafen befindet sich ein schöner Sandstrand, besonders beliebt bei Familien mit Kindern. Der Strand ist breit und das Wasser hat einen großen Flachwasserbereich. Direkt am Strand gibt es ein Strandcafe, in dem man auch gut essen kann. Tankstellen, Supermärkte, Schiffsausrüster, Segelmacher, Motorenwerkstatt, hier ist alles vertreten.

Innenstadt
Das Anwesen „KRUSMØLLE“ ist   ein beliebtes Ausflugsziel und es liegt etwas südlich von Åbenrå an der  Straße  Richtung Sønderborg.  Das Landgut mit  Wohnhaus und sonstigen  Gebäuden wird als Café, Laden, Gesellschaftsräume,  Gallerie,  Keramikwerkstatt und Kerzengießerei genutzt. Besonders zur Weihnachtszeit ist Krusmølle immer einen Besuch wert.

Krusmølle
Krusmølle

weitere Fotos von Åbenrå

55° 02,14 ´ N
09° 25,33 ´ E

Heimathafen von SY Carina.

Aabenraa Turistbureau – H.P. Hanssens Gade 5 – 6200 Aabenraa

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Lyø

Für uns eine der schönsten Inseln Dänemarks

Lyø liegt direkt vor unserer Haustür in der so genannten Dänischen Südsee und trotzdem sind wir bisher immer dort vorbei gesegelt und haben sie links liegen lassen. Aber nun haben wir die Insel besucht und finden sie unbeschreiblich schön. Man muss hin schwimmen, fliegen oder mit dem Schiff anreisen, wie es sich bei Inseln so gehört.

Geschichte:
Das Lyø schon vor Jahrtausenden bevölkert war, das bezeugen die alten Hünengräber auf der Insel. Früher waren es 52 Grabhügel, davon gibt es heute noch 5 auf der Insel. Der Klokkesten, ein altes Hünengrab (3500-3100 v. Chr.), liegt auf einem 20m hohen Hügel im Westen der Insel. Klokkesten heißt die Grabkammer, weil der obere Stein wie eine Glocke klingt wenn man darauf schlägt. Den Erzählungen nach soll beim Erklingen des Tons ein Wunsch erfüllt werden.

Die Insel wurde vom dänischen König Waldemar II oft als Jagdrevier benutzt. Damals wurde er während der Jagd mit seinem Sohn am 6./ 7. Mai 1223 vom Grafen Heinrich von Schwerin auf der Insel gefangen genommen. Er musste sich mit der Abtretung von norddeutschen Besitzungen freikaufen. Ca. 700 Jahre später wurde im Dorf ein Gedenkstein aufgestellt. Neben dem Denkmal steht auf einer Tafel die Erklärung, als Quelle wurde Wikipedia angegeben. Mehr zur Geschichte von Waldemar II und Heinrich von Schwerin steht im Nordkurier.de

Die Bevölkerung ging im laufe der Jahre immer mehr zurück und erst im 16. Jahrhundert wurde sie wieder von Bauern in Besitz genommen. Nach einer Überlieferung wurde Lyø um 1540 von 24 Bauernfamilien wieder bevölkert, sie ließen sich nach einem missglückten Aufstand gegen ihren Grundherrn zwangsweise auf der Insel nieder. Alle Bewohner Lyøs stammen von diesen Bauernfamilien ab. Sie lebten mit den Tieren auf Höfen, die sich alle um den Anger (Dorfgemeinschaftsplatz) gruppierten. Der Hoftyp nannte man Einhof, er war aus weiß gekalktem Fachwerk und hatte auf Lyø den charakteristischen blaugrauen Strich um den geteerten Holzbalken. Und so sehen auch heute noch die Fachwerkhäuser auf Lyø aus.

Gedenkstein Gefangennahme
Gedenkstein

Lyö By

Das Dorf Lyø By ist ein Kirchdorf, alle Häuser scharen sich um die Kirche und dem Anger. Nördlich des Dorfes liegen die alten dorfnahen Felder. Hier wurden die Feldfrüchte angebaut, die einer besonderen Pflege bedurften. Auch die Kälber, Lämmer und Gänse grasten dort und konnten so besser beaufsichtigt werden.

Viele Höfe stehen heute unter Denkmalschutz und das schöne Kirchdorf sollte möglichst so wie es heute ist bewahrt werden.

Kirche:

Die Kirche auf Lyø wurde kurz nach der Reformation (1615) erbaut und wurde im Jahre 1984 restauriert. Der kreisrunde Friedhof wirkt sehr gepflegt und gilt als einer der schönsten Dänemarks, angelegt ist er wie ein Ziergarten zur Zeit der Renaissance. Die Gräber sind alle nach Osten ausgerichtet. Auch heute noch sitzen die Männer getrennt von den Frauen auf der rechten Seite. Viele Sitzplätze sind durch aufwendig gestickte Kissenreserviert. Die Kirche ist jeden Tag von 8.00 18.00 Uhr geöffnet.

Mühle:
Die Mühle von Lyø liegt auf dem höchsten Punkt der Insel, von hier hat man einen tollen Blick auf das Inselmeer und die Ostsee. Viele Jahre stand an dieser Stelle eine alte Bockmühle (1821 – 1876), sie stand vorher in Fåborg und davor auf Ærø. 1876 wurde sie abgerissen und durch die heutige Holländermühle ersetzt. Die Mühle ist heute im privaten Besitz und wird als Wohnhaus genutzt. Zur Zeit steht sie zum Verkauf.

Mühle
Mühle

Natur:
Lyø wurde von der Eiszeit geprägt, es gibt flache Sandbänke im Westen und 24m hohe Hügel im Osten, sie wurden vom Eis aufgeschoben. Zwei tiefe Tunneltäler durchziehen die Insel, sie entstanden durch Schmelzwasserflüsse unter dem Eis. Diese Täler liegen vor und hinter dem Höhenzug Bjerget. In diesen feuchten Wiesen wächst z.B. die gelbe Sumpfdotterblume.
Auf der Insel gibt es viele intakte Steinraine. Man unterscheidet den Steinwall und den Steindeich. Der Wall ist aus den rohen Steinen vom Feld ohne andere Materialien und ist auf beiden Seiten gleich. Der Steindeich, hat eine Seite aus rohen Steinen und auf der anderen Seite ist ein aufgeworfener Erdwall. Sie markieren die Grenzen der Höfen oder der Felder.

Kopfweiden

Viele bizarre alte Kopfweiden findet man an den Wegen der Insel. Überall blühen im Frühjahr die Holundersträucher (Fliederbeeren).  Allerlei Ostbäume waschen auf der Insel und im Herbst kann man so einiges beim Spaziergang naschen.

Weide
Weide

Ny Land

An der Nordostseite der Insel gibt es eine Nehrung, die der Wind und die See aus Sand gebildet haben. Sie heißt „Det ny Land“ und auch hier brüten viele Seevögel. Man sieht Austernfischer und Rotschenkel, Gänse und Enten, Schwäne und viele Möwen. Ein Paradies für alle Naturliebhaber.

Ny Land
Ny Land

Im Nordwesten der Insel haben das Meer und der Wind eine Landzunge geschaffen. Dieses Revet ist ein Vogelschutzgebiet. Um den See Vesterssjo blühen die Strandwiesen, besonders gedeihen hier Strandnelken, denn sie lieben salzigen Boden. In diesem Gebiet (Revet und Lyø Trille) brüten viele Seevögel, um sie nicht bei der Brut zu stören, ist das Gebiet vom 1.3. – 15.7. gesperrt. Vom Vogelturm aus kann man die Vögel beobachten ohne sie zu stören. An der äußersten Spitze des Revet liegt ein großer schwarzer Stein. Dazu gibt es eine Sage: Der Sage nach wurde der Sarg der Hexe Anes zum großen schwarzen Stein. So steht es auch eingemeißelt auf dem Findling „Anes Sarg“.

Sage:
Ane auch Zottel-Ane genannt, wurde als Hexe angeklagt und mit ihren ungezogenen Söhnen hingerichtet. Die Hexe Ane verfluchte die Bewohner der Insel und lies sie wissen, dass sie die Insel nie mehr verlässt. Deshalb wurde ihr Sarg dem Wasser übergeben und sollte so für immer verschwinden. Aber der Sarg trieb immer wieder an Land und wurde erneut bei ablandigem Wind den Fluten übergeben. Da wurde die Hexe so zornig das sie den Sarg in einen schwarzen großen Stein verwandelte. Dieser Stein liegt nun seit vielen Jahren am Strand von Lyø. Vor 20 Jahren wurde die Landspitze bei einem Sturm weggespült und der Sarg war verschwunden. Aber am nächsten Tag lag er wieder an Land……

Daten und Fakten:
Größe: 6,05 km²
Umkreis 18km
Einwohner: 109
Häuser ca. 30 davon viele als Ferienhäuser genutzt
Höchster Punkt: 24 m
Fähre nach Fåborg
Fahrzeit: Fåborg – Lyø = 40 Min.
Fahrplan und Quelle:

Die Inselfähre

Hafen:
Der Inselhafen hat einen Fähranleger für die Fähre nach Fåborg. Sie fährt auch Avernakø an. Neben dem Fahranleger haben Großsegler die Möglichkeit anzulegen. Für die Wassersportler gibt es ein Hafen mit vielen Boxenplätze. Man liegt geschützt durch eine Mole, die Hafeneinfahrt ist nach Norden geöffnet.

Auf dem Weg zum Dorf befinden sich ein Spielplatz und ein Servicehaus mit Duschen, Toiletten, Aufenthaltsraum, Küche, Waschküche und einem tollen Grillplatz neben dem Haus.


Liegegebühr: 2013 – bis 10m 135 Dkr incl. Strom und Wasser
Der Hafenmeister kassiert abends an den Stegen.

Die Gans Gustav lebt im Hafen und wir erfahren die ganze Geschichte der Gans. Sie lebt schon viele Jahre hier und überwintert beim Hafenmeister im Ort. Dort hat sie einen Schlafplatz und wird auch von ihm gefüttert. Im letzten Jahr ist sie von einem Hund gebissen worden und der Flügel war gebrochen. Vom Tierarzt ist sie versorgt worden und die Heilung kostete 18.000 Dkr. Nun ist sie eine goldene Gans! Die Rechnung bezahlte die Versicherung des Hundebesitzers. Gustav Gans begrüßt und verabschiedet die Schiffe im Hafen von Lyø.

Gustav Gans
Gustav Gans

Mehr Fotos von der Insel: hier

Fotos vom Besuch 2013: Fotos mit neuen Infos