12. Brücke – Falsterbo

Meine letzte Brücke für dieses Jahr (leider auch die letzte zu diesem Fotoprojekt) ist die Falsterbo Klappbrücke im Süden von Schweden.

fotografiert im Sommer 2007 auf dem Weg zum Göta Kanal

Die Falsterbo Brücke verbindet die Halbinsel Falsterbonäs mit dem Festland. Von der Insel Falsterbonäs habe ich schon berichtet:  „Skanör – heute ein Paradies“. Der Falsterbo Kanal ist eine künstliche Wasserstraße und ist 27 km lang. Von dieser Wasserstraße führen nur 1,6 km als Kanal durch die Halbinsel Falsterbonäs, während der Rest eine Fahrrinne im Meer bildet. Für die Schifffahrt (bis 5.000 t) bedeutet dieser Wasserweg eine erhebliche Abkürzung zwischen der südlichen Ostsee und dem Öresund. Eröffnet wurde der Kanal 1941.

Weitere schöne Brücken findet man bei Barbara: Dezember Brücken

Vielen Dank an Barbara für die Ausdauer und Mühe, die sie in dieses Projekt investiert hat.

6. Brücke – Schweden

Zur Zeit bin ich in den Niederlanden unterwegs und habe nur selten Zugang zum Internet. Deshalb kommt mein Beitrag für den Monat  Juni mit etwas Verspätung.

Meine Brücken für Juni habe ich in Schweden fotografiert auf dem Weg durch Schweden  (Götakanal). Die erste Eisenbahnbrücke zwischen Vassbaken und Töreboda ist eine Klappbrücke:

Eisenbahnbrücke mit Oberleitung zum Klappen

Hier die Eisenbahnbrücke bei Vänersborg

Vänersborg

Jetzt noch eine weitere interessante Eisenbahnbrücke, sie steht bei Trollhättan und hebt sich auf 27m hoch.

27 m Hubbrücke

Die Brück hebt sich auf 27m hoch und gibt so die Durchfahrt für größere Schiffe frei. Turmhöhe 40m und eine Spannweite von fast 50m ist sie schon eine ungewöhnliche Brücke. Gebaut wurde sie von 1999 – 2001.

Weitere schöne Brücken findet man bei Barbara: Juni Brücken

8. Wet Picture – Schleuse

Fotoprojekt Wet Picture:
Mein Beitrag diesmal:

Schleusen – Göta Kanal

Diesmal wieder ein Griff in die digitale Fotokiste. 2007 sind wir mit unserer CARINA durch den Göta-Kanal gefahren. Das Wasser im Kanal war ruhig und es hat Spaß gemacht durch die schöne Landschaft Schwedens zu fahren.

Göta Kanal

Arbeiten mussten wir immer in den Schleusen. Da gibt es oft Stress und deshalb wird der Kanal auch Scheidungskanal genannt. Ich kann das nicht bestätigen, unser Aufenthalt dort war sehr entspannt und harmonisch.

Schleuse zwischen Söderköbing und Norsholm

Das Wasser strömt sehr schnell in die Kammern und der Skipper muss das Boot fest an der Schleusenwand halten, die Leinen werden über eine Winsch dichtgeholt.

In der Schleusenkammer

Der Skipper muss arbeiten.

Der Götakanal ist über 175 Jahre alt und wird in der heutigen Zeit nur noch von Freizeitbooten genutzt. Er wird auch Schwedens Blaues Band genannt.

Blaues Band

Ein paar Daten zum Kanal:

Länge 190 km
58 Schleusen
Baujahr 1810 – 1832

Größe der Schleusen:
Max. Bootslänge: 30m
Max. Bootsbreite: 7m
Max. Bootshöhe: 22m
Max. Bootstiefe: 2,80m

Max.Höhe über dem Wasserspiegel: 91,8 m (der Vikensee)

Die größte Schleusentreppe ist bei Berg mit 7 Schleusen hintereinander und einem Hub von insgesamt 18,8m.

Schleusentreppe Berg

Borenshult mit 5 Schleusen vor dem Roxen See hat einen Hub von 15m.

MS Diana ist ein Fahrgastschiff - ein schwimmendes Hotel

Zwei Schleusen werden noch wie früher per Hand bedient.

Schleuse bei Tåtor

Mehr Infos zum Göta Kanal hier und auf der Site vom Kanal

Weitere Beiträge zu diesem schönen Projekt findet Ihr hier:

von Barbara (Image Location)


Hanö

Eine Insel in der Hanö-Bucht

mit Drachenspuren und Klappersteinn

Drachenspuren und Klappersteine, aber keine Autos und keine Mücken
Beim Segeltörn zur Ostküste Schwedens haben wir der Insel Hanö einen Besuch abgestattet. Wie heißt es so schön in den Prospekten der Insel: Keine Autos und keine Mücken auf Hanö, hier hört man nur das Meer und die Bäume rauschen.



Größe: 2,5 ha

Hanö liegt in einer Bucht an der Ostküste Schwedens, in den Schären von Blekinge. Die Hanöbucht reicht vom Leuchtturm Sandhammaren bis Torhamn im Nordwesten. Die Bucht war lange Sperrgebiet für ausländische Wassersportler, weil die schwedische Marine die Bucht militärisch nutzte. Erst 2001 wurde sie auch für Wassersportler aus anderen Ländern frei gegeben. Mit der Fähre kommt man vom Fischereihafen Nogersund zur Insel, die MS Vitaskär braucht für die 5 km Überfahrt 25 Minuten.
Abfahrt von Nogersund

Hafen auf Hanö

Hafen
Diese kleine Insel in der Hanöbucht ist ein Muss für jeden Segler, der Hafen ist sehr beliebt und daher in den Sommermonaten meistens überfüllt (zwischen 50 – 75 Schiffe sind keine Seltenheit). Früher war er ein kleiner Fischereihafen, jetzt wir er zu 90 % von den Wassersportlern genutzt. Wir haben Glück und finden einen Platz längsseits an der Kaimauer. 2 Segler legen noch bei CARINA an, alle anderen Päckchen bestehen nur aus 2 Schiffen. Im hinteren Bereich liegt man mit Heckanker. Entweder ist die Hauptsaison schon vorbei oder wir haben nur Glück. Das kleine Dorf bietet nicht viel, keine Geschäfte oder Cafes. Direkt am Hafen gibt es das Lebensmittelgeschäft Hanö Skafferi, aber es ist eigentlich eher ein Kiosk. Dann noch das Restaurant Hanö, sonst nur Natur.


Museum
Das Museum Bödeboden-Hanö befindet sich am Hafen, es ist sehr klein und zeigt eine Ausstellung über die Geschichte der Insel. Man findet Informationen über die Natur und die Kultur der Insel. Der Besuch ist kostenlos, aber über eine Spende freut man sich sehr. Die Künstler von der Insel stellen ihre Werke in ihrem Wohnhaus aber auch im Museum aus.  


Natur
Die Natur auf Hanö ist sehr ursprünglich und deshalb besonders schön. Hier hat Fauna und Flora nur eine Chance, wenn sie stark und robust ist.  Die Eiszeit hat ihre Spuren hinterlassen, die Insel wurde vom Eis abgeschliffen. Sie besteht aus sehr hartem Granit mit wenig Erde. Etwa die Hälfte der Insel ist bewaltet, überwiegend mit Hainbuchen. Der Rest der Insel ist mit Wiesenflächen und Sträuchern bedeckt. Ab dem Jahr 1956 gibt es Damhirsche auf Hanö, damals waren es 5 Stück, heute schätzt man zwischen 150 und 200 Stück. Die Hirsche fressen im Sommer von den Wiesenflächen, dadurch bleiben die Flächen offen und wuchern nicht zu. Im Winter werden die Hirsche gefüttert.

Leuchtturm
Der Höchste Punkt ist 60m hoch, dort steht der Leuchtturm, der mal der lichtstärkste der gesamten Ostsee war (Reichweite 23.5 sm). Er ist 16 m hoch und wurde 1904 gebaut. Er löste das Anlegefeuer auf dem Dach des Wohnhauses vom Leuchtturmwärter ab. Drei Lichtblitze alle 15 Sekunden werden über das Meer gesendet.  Der Leuchtturm wurde 1980 automatisiert und die Dienste des Leuchtturmwärters wurden nicht mehr benötigt. Direkt neben dem Leuchtturm steht das Haus, in dem früher der Leuchtturmwärter wohnte. Dieses Haus gehört der Gemeinde Hänö und kann für Aufenthalte auf der Insel genutzt werden.

Friedhof
Gleich in der Nähe des Leuchtturms findet man einen englischen Friedhof, hier steht ein großes Holzkreuz. Die Inschrift auf dem Holzkreuz stammt von einem englischen Fahrzeug und lautet „H.M.S. Plymouth 21 Juni 1973“. Das große Holzkreuz wurde erst 1973 im Zusammenhang mit dem Besuch einer englischen Fregatte auf der Insel errichtet. Während der Zeit des Napoleonkrieges 1810 – 1812  war Hanö Basis für die Manöver der englischen Kriegsflotte in der Ostsee. Die Flotte sollte den Handelsschiffen auf dem Weg zwischen Österjöhamnar und England Schutz bieten. Auf dem kleinen Friedhof sollen 15 Soldaten beerdigt sein. Noch heute läuft die Royal Navy die Insel an, um die toten Soldaten zu ehren. Dann wird oben auf dem Friedhof ein Gottesdienst abgehalten. Etwas entfernt vom englischen Friedhof gibt es noch eine kleine Grabstätte, hier liegt Karna Mattsdotter und zwei von ihren Kindern begraben. Sie wurden Opfer der Cholera im Jahre 1834.

 


Drachenspuren und Klappersteine
Ein Wanderweg führt durch eine offene Graslandschaft, die durch große glatt geschliffene Felsen unterbrochen wird. Auf diesen Felsen gibt es Drachenspuren. Hier die Legende: Der Drachen ist jede Nacht von Ternö und Hanö geflogen, mit nur zwei Flügenschlägen hat er die 20 km zurückgelegt. Als dann der Leuchttturm zum ersten Mal sein Lichtstrahl ausgesendet hat, erblindet der Drachen und stürzte ab. Wir hörten von dieser Legende und machten uns auf die Suche. Man muss schon sehr genau hinschauen, sonst findet man die Spuren nicht. Der Spazierweg ist ausgeschildert und führt vom Leuchtturm über den Friedhof zur Nordspitze „Bönsäcken“. Diese Nordspitze von Hanö (Bönsäcken) verändert sich ständig durch Strom und Wellen. Sie reicht 130 m ins Meer und besteht aus Millionen so genannter Klappersteinen. Die unterschiedlichen Steine (Granit, Diabas, Quarz, Gneis) sind durch die Gletscher und die Wellen in runde glatte Formen geschliffen und im Wasser schimmern sie in vielen Farben. 1976 verschwand die Nordspitze durch einen gewaltigen Sturm, später tauchte sie wieder auf und die Freude der Inselbewohner und deren Besucher war groß. Seitdem ist Bönsäcken eine Sehenswürdigkeit. Wie die Landzunge zu ihrem Namen kam ist ungewiss, eine Erklärung ist, dass man den Namen von den bohnenähnlichen Steinen ableitete. Aber es gibt auch noch eine Legende hierzu. Eine starke Frau soll auf Hanö gelebt haben und als sie sich einsam fühlte und auf das Festland wollte, sammelte sie viele Steine auf der Insel. Sie sammelte die Steine in ihre Schürze und als sie dann stolperte, fielen alle Steine aus der Schürze und polterten  ans Ufer und so entstand Bönsäcken.

Klappersteine auf Hanö

Ferienhäuser, Gemeindehaus und eine Jugendherberge bieten Möglichkeiten zum Übernachten oder als Urlaubsunterkunft.


Skanör – heute ein Paradies

Skanør liegt im südwestlichen Teil von Schonen, auf der Halbinsel Falsterbonäs. Ein mittelalterlicher Dichter hat über Skanör geschrieben: „Skanör war das Paradies, Skanör war die Hölle.“ Ein anderer Poet schuf den Reim: „Als Christus geboren wurde, erwachte Skanör und Lund.“ Beweise, dass Skanör schon über 2000 Jahre besteht, gibt es nicht. Berühmt wurde Skanör durch den ertragreichen Heringsfang im 12. Jahrhundert. Die Hanse versorgte von hier aus die Europäer nicht nur zur Fastenzeit mit Hering. Es war nicht nur eins der vielen Fischfanggründe, sondern es war das Fanggebiet für den Hering. Die Netze waren immer gut gefüllt und die Boote kamen immer schwer beladen in den Hafen. Es wurde berichtet, dass die Heringe an manchen Tagen mit den Händen ins Boot geschaufelt wurden. So reichhaltig war das Fanggebiet. 30.000 Menschen lebten in Skanör vom Fischfang. Das ist eine stattliche Zahl für diese Zeit und die kleine Insel. Und die Umstände, unter denen die Menschen arbeiteten und lebten waren mehr als schlecht. Besonders die Hygiene ließ zu wünschen übrig.

 

Strandhäuschen am Strand bei Skanör

Wo so viele Menschen an einem Fleck lebten, konnte es schnell zu Problemen kommen. Daher auch der Ausspruch des Poeten vom Paradies und der Hölle. Von den beiden Burgen, Skanör und Falsterbo, sind nur noch Reste vorhanden, jedoch sind die Namen erhalten geblieben. Auf der Insel gibt es zwei Orte, Skanör und Falsterbo. Da es viele Brände gab, sind von den mittelalterlichen Bebauungen nur noch die Kirchen erhalten. Die ältesten Häuser in den alten Straßen stammen aus dem 17. – 18. Jahrhundert. Die Insel wird durch den Falsterbokanal vom Festland getrennt. Verbunden ist sie mit einer Klappbrücke und deshalb ist Falsterbonäs eine Halbinsel. Der Kanal wurde 1941 fertig gestellt. Er war allerdings schon im Mittelalter eine Fahrrinne, die von den Koggen genutzt wurde. Durch diese Fahrrinne umschifften sie die gefährlichen Sandbänke vor Falsterbo. Nach dem Ausbleiben der großen Heringsschwärme im 15. Jahrhundert versandete die Fahrrinne wieder und geriet in Vergessenheit. Aber immer wieder wurde der Kanal neu geplant, besonders wenn wieder ein Schiff auf eine der gefährlichen Sandbänke auflief. Als die deutsche Kriegsmarine dann den Øresund verminte, wurde der Kanal wieder hergestellt. Heute fahren sowohl Handelsschiffe als auch Sportboote durch diesen Kanal und benutzen ihn als Abkürzung auf dem Weg von Kopenhagen nach Bornholm. Am Nordende des Kanals gibt es einen Sportboothafen mit vielen Gastliegeplätzen. Das Segelclubhaus hat eine Bewirtung und wir konnten dort sehr gut und äußert preisgünstig essen. Sehr schön sitzt man dort auf der Terrasse und kann das Geschehen im Kanal beobachten. Die Klappbrücke öffnet jede Stunde und so ist immer etwas los.

Klappbrücke im Falsterbokanal

Der Sand und die damit einhergehende Versandung ist seit je her ein Problem für Falsterbo. Im 16. Jahrhundert verdeckte der Sand ein ganzes Dorf auf Falsterbo. Auch die Kirche verschwand im Sand und heute markiert ein Steinkreuz die Stelle, wo die Kirche gestanden hat. Heute verhindern die Anpflanzungen von Bäumen und Gräser die weitere Versandung.

Kirche in Falsterbo

Skanör ist heute Schlafstadt von Malmö und Urlaubs- und Ferienparadies. 40 km weißer Sandstrand, 2 Golfplätze, Reit- und Wanderwege locken jährliche viele Touristen an. Skanörs Hafen ist Ziel für viele Wassersportler. Die Sportboote benutzen Skanör als Sprungbrett auf dem Weg nach Osten Richtung Bornholm und an die Ostküste Schwedens oder nach Norden für einen Besuch der Westküste Schwedens. Der Hafen ist Treffpunkt für Urlauber, Segler und Einheimische.

Skanörs Fiskrögeri
Direkt am Hafen gibt es zwei Fischgeschäfte, eins mit eigener Räucherei. Die Räucherei „Skanörs Fiskrögeri“ hat einen sehr guten Ruf in Schonen und wir waren von den Fischspezialitäten, die wir in der Räucherei kauften, begeistert. Die Räucherei hat eine Gaststube und eine kleine Butik (Ladengeschäft), in der man alle diese Köstlichkeiten kaufen kann. Sei es verschieden eingelegte Heringe, geräucherter Lachs in unterschiedlichen Variationen oder die vielen anderen Räucherfische. Auch frische Fische sind im Angebot, wie Scholle, Thunfisch und Dorsch. Ein Genuss waren auch die
eingelegten Kartoffeln. Ich kann nur sagen, unbedingt testen.

Genau anders herum ist es im anderen Fischladen. Es ist eine große Fischbutik und zusätzlich hat man die Möglichkeit ein paar Gerichte auf der Terrasse als Imbiss zu verspeisen. Zum Beispiel den Imbiss „Landgang“. Ein Riesensandwich mit verschiedenem Belag. (Lachs, Krabben, Thunfisch, Lachspastete, Ei, Tomate, Gurke usw. ) Oder ein reichlich belegtes Brot mit Lachs und Ei. Alle Köstlichkeiten sind sehr zu empfehlen und wir konnten uns immer nur sehr schwer entscheiden.
Ein weiteres kulinarisches Highlight ist die „Gelateria und Caffetteria Da Aldos“ in Skanör. Ein Caffetteria der besonderen Art, viele außergewöhnliche Eissorten, große Auswahl bei den Kaffeespezialitäten und ebenso im Angebot, kleine Köstlichkeiten der italienischen Küche.

Auf dem Weg vom Hafen in den Ort Skanör kommt man an einer alten Bockmühle vorbei. In den Sommermonaten kann man die Mühle besichtigen. An manchen Tagen gibt es Musik und Tanz bei der Mühle.
Im kleinen Stadtpark von Skanör konnten wir am 23. Juni das Mitsommerfest mit Musik, Tanz und Schmücken des Mitsommerbaumes erleben. An dem Sonnabend, der am dichtesten am 24.6. liegt, feiert man in Schweden das Mitsommerfest.

Es ist ein Familienfest, der zweithöchste Feiertag nach Heiligabend, den die Schweden mit Familie oder Freunden feiern. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Kinder bei den Feierlichkeiten im Stadtpark mit einbezogen wurden. Die Kinder trugen die Girlanden und Kränze und durften auch beim Schmücken des Baumes mithelfen. Es war für uns ein unvergessliches Erlebnis.



In Skanør gibt es noch eine Zeremonie zu bewundern. Täglich werden die Gänse von der Wiese in den Stall (vielleicht auch in den Kochtopf von Skanörs Gastgifvargaard am Mellangatan, dicht bei der Kirche) von einer Gänseliese und einem Gänseburschen begleitet. Dieser Gänsemarsch findet am frühen Nachmittag (15.00 Uhr) statt.


Wunderschön ist der Fahrradweg von Skanör zum Leuchtturm nach Falsterbo, er führt parallel zur Küstenlinie durch ein Naturschutzgebiet. Dieses Gebiet ist in jedem Jahr das Ziel zahlreicher Zugvögel. Am Leuchtturm von Falsterbo gibt es ein Zugvogelmuseum und in der Vogelwarte von Falsterbo werden jedes Jahr zahlreiche Vögel beringt. Viele Ornithologen kennen dieses Gebiet.


Ein weiterer schöner Fahrradweg läuft vom Hafen Skanörs nach Höllviken. Auch diese Fahrradtour führt einen durch ein Naturschutzgebiet. Der Weg ist gut beschildert.
Für die Wassersportler gibt es die Möglichkeit beim Hafenmeister kostenlos Fahrräder zu leihen. Ein toller Service des Hafens Skanör.

Der Strand bei Skanör eignet sich sehr gut für ausgedehnte Spaziergänge. Er ist sehr beliebt bei Familien mit Kindern, weil er einen breiten Flachwasserbereich hat. Gleich beim Hafen ist an schönen Tagen der Strand immer gut besucht, geht man ein Stück weiter, findet man immer noch Strandabschnitte, die weniger besucht sind. Hier lässt es sich herrlich entspannen und man hat die Ostsee fast für sich alleine. Für Hundebesitzer gibt es einen Bereich und auch für die Anhänger des textilfreien Badens ist ein Strandabschnitt reserviert.

Strand mit Kiter

Auf Falsterbo gibt es zwei Campingplätze und zahlreiche Ferienhäuser. Hotel „Gässlingen“ (www.hotel-gasslingen.com) in Skanör hat 28 Betten. Es hat einen sehr guten Ruf, leider haben wir es nicht getestet, könnte uns aber sehr gut gefallen. Im örtlichen Prospekt liest man: „Wenn die Behauptung, dass gute Ideen in der richtigen Umgebung geboren werden, stimmt, dann hat Gässlingen alles dafür zu bieten.“ Ein weiteres kleines Hotel in Skanör mit 10 Betten ist das „Gåstfifvaregård“ (www.skanorsgastis.se). Über dieses Haus sagt man:

„Es gibt Orte, an denen das Leben etwas gemächlicher verläuft, wo die Zeit etwas länger ausreicht und wo das Essen etwas besser schmeckt.“

Das Touristbüro befindet sich in Höllviken, das ist der Ort direkt an der Klappbrücke vom Falsterbokanal. Das Büro liegt gleich am Hafen. (www.vellinge.se)

Schwedens Blaues Band – der Götakanal

Götakanal - MS Diana


Der Götakanal ist über 175 Jahre alt und wird in der heutigen Zeit nur noch von Freizeitbooten genutzt. Im Jahre 1810 plante Baltzar von Plate einen Verbindungskanal vom Sjötorp am Vänern nach Mem am Slätbaken. Die fehlende Verbindung um von Göteborg durch den Trollhättan Kanal zur Ostküste Schwedens zu fahren. Dieser Wasserweg wird von den Schweden das Blaue Band genannt. Mit dem Trollhättan Kanal, den Seen (Roxen, Vänern und Vättern) und dem Lauf der Göta Älf ist die Wasserstraße 390 km lang, einmal quer durch Schweden. Mit dem Bau der Eisenbahn verlor der Kanal seine wirtschaftliche Bedeutung.

Am Götakanal

Nach 22 Jahren wurde der Götakanal 1832 feierlich eingeweiht. 58.000 Arbeiter waren mit dem Kanalbau beschäftigt. Der Götakanal ist eine der bekanntesten und bestbesuchten Touristen Attraktionen Schwedens und gilt als das schwedische Bauwerk des Jahrtausends.
Er hat eine Länge von 190 km, davon wurden 87 km neu gegraben, die restlich Strecke fährt man über kleinere Seen. 58 Schleusen überwinden einen Höhenunterschied von über 90m.

Ein Oldtimer in der Schleuse

Die Größe der Schiffe die den Götakanal befahren können ergibt sich aus den Maßen der Schleusen.

Schleusen:

  • Max. Bootslänge: 30m
  • Max. Bootsbreite: 7m
  • Max. Bootshöhe: 22m
  • Max. Bootstiefe: 2,80m

Daten:

  • Länge 190 km
  • 58 Schleusen
  • Baujahr 1810 – 1832

Max.Höhe über dem Wasserspiegel: 91,8 m (der Vikensee)


Die größte Schleusentreppe ist bei Berg mit 7 Schleusen hintereinander und einem Hub von insgesamt 18,8m. Borenshult mit 5 Schleusen vor dem Roxen See hat einen Hub von 15m.

Schleusentreppe Berg
Schleusentreppe Berg


Die schönen alten Passagierschiffe auf dem Götakanal heißen Diana, Juno und Wilhelm Tham, sie machen die „Göta Kanal Kreuzfahrten“. Das Schiff Juno wurde 1874 dem Dienst übergeben und ist damit eines der ältesten im Dienst stehenden Passagierschiffe der Welt.

MS Diana
MS Diana auf dem Götakanal

Wir sind die Ostküste hoch durch den Schärengarten gesegelt, dann quer durch Schweden (Götakanal und Trollhättankanal) und über Göteborg zurück zum Heimathafen Aabenraa in Dänemark. Für unser Schiff, eine Vindö 50 mit 10.65m Länge und 3,25m Breite, zahlten wir im Jahr 2007 eine Gebühr von 5000,– SKr. Das sind umgerechnet 550,– Euro und zwar für eine Passage. Liegegebühr in den Kanalhäfen ist für max. 3 Tage je Hafen kostenlos.

Gästehafen
Gästehafen

Unsere Passage beginnt in Mem, hier ist ein Kanalbüro und man meldet sich dort an und zahlt die Kanalgebühr. Bei umgekehrter Passage, beginnend in Sjötorp, zahlt man im Kanalbüro in Sjötorp. Kartenzahlung wird gerne gesehen. Eine sehr ausführliche Beschreibung des Kanals mit vielen Tipps und Anleitungen wird mit der Quittung ausgehändigt. Dann folgt man den Anweisungen der Schleusenwärter, in unserem Falle war es eine nette Schleusenwärterin. Es sind meistens Studenten, die in den Semesterferien als Schleusenpersonal arbeiten. Der Kanal ist vom 2. Mai bis 28. Sept. geöffnet, Vorsaison vom 2.5. – 8.6. und Nachsaison vom 19.8. bis 28. 9. Die täglichen Öffnungszeiten des Kanals während der Hauptsaison: von 9.00 bis 18.00 Uhr. Das Schleusenpersonal macht pünktlich Feierabend, das heißt, der Schleusengang muss um 18.00 Uhr abgeschlossen sein. In der Vor- und Nachsaison wird nur im Rudel geschleust, also im Konvoi mit mehreren Booten in fünf Tagen von Mem bis Sjötorp oder in Express in 3 Tagen.  Das ist aber kein Urlaub  sondern Stress. Für die Kanalfahrt sollte man genügend Zeit einplanen, damit man die Natur und die einzelnen Städtchen, wie z. B. Söderköping und Motola genießen und besichtigen kann.

unterwegs auf dem Götakanal
In der Schleuse
Schleusen